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Landwirtschaftskammerwahlen

Franz Waldenberger wird Kammerpräsident

Franz Waldenberger-Präsident LK OÖ
Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 10.12.2021 - 09:15

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreichs hat den nominierten Kandidaten gewählt.

Franz Waldenberger

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich hat am Freitag (10.12.) Franz Waldenberger zum Kammerpräsidenten gewählt. Bis auf den Unabhängigen Bauernverband (UBV) haben alle Fraktion für den Biobauern Waldenberger gestimmt, somit erhielt er 27 von 33 Stimmen. Eine geheime Wahl, die der UBV gefordert hatte, fand nicht statt.

Der frisch gewählte Kammerpräsident versprach allen Bäuerinnen und Bauern sowie den Forstwirten mit vollem persönlichen Einsatz sowie Leidenschaft für deren Interessen zu arbeiten. "Mein Anspruch ist es, die gesamte Vielfalt der OÖ Land- und Forstwirtschaft wirksam zu vertreten, daher gehe ich mit großem Respekt an meine neue Aufgabe heran. Gleichzeitig werde ich die intensive Zusammenarbeit und Kooperation mit allen in der Vollversammlung vertretenen Wählergruppen suchen“, betont LK-Präsident Waldenberger.

Noch kurz vor der Wahl zum Kammerpräsidenten äußerten Landwirte erneut ihre Bedenken. Konventionelle Landwirte haben Sorgen, dass ihre Interessen nicht mehr richtig wahrgenommen werden könnten. Vizepräsident Karl Grabmayr ist Direktvermarkter, Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger Biobäuerin. Allerdings hatte Waldenberger auch viele Gespräche mit Bäuerinnen und Bauern geführt und um Unterstützung geworben.

Franz Waldenberger kommt aus Pennewang und bewirtschaftet dort mit seiner Frau einen gemischten biologischen Landwirtschaftsbetrieb mit Ackerbau, Ochsenmast und Legehennen. Speisekartoffel und Getreide werden unter anderem direktvermarktet und am Betrieb gibt es einen sogenannten „BioDrive-In“ - einen modernen Selbstbedienungsladen.

Langer-Weninger: Fähigen und dynamischen Präsidenten gewählt

Waldenberger_Langer-Weninger

Nach Auffassung von Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger hat die Landwirtschaftskammer-Vollversammlung mit  Franz Waldenberger eine "fähige, dynamische Person mit Gestaltungskraft" gefunden. Die Landesrätin freut sich auf eine erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit mit ihrem Nachfolger in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich. Franz Waldenberger ist laut Langer-Weninger ein Mann mit klaren Wertvorstellungen, der nicht davor zurückscheut, Position zu beziehen und zu seinen Entscheidungen und Aussagen zu stehen.

In der Vertretung der landwirtschaftlichen Betriebe Oberösterreichs stelle er stets das Verbindende vor das Trennende. In Zeiten, in denen versucht werde, innerhalb der Landwirtschaft einen Keil zwischen die Sparten und auch Produktionsweisen zu treiben, sie dies eine unterschätzte Fähigkeit so Langer-Weninger.

"Gemeinsam vertreten wir die Interessen der Bäuerinnen und Bauern und sorgen durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit für eine steigende Wertschätzung der Landwirtschaft und mehr Wertschöpfung für deren Produkte und vielfältigen Leistungen“, verspricht Agrar-Landesrätin Langer-Weninger.

Freude bei Bio Austria

Erfreut über die Wahl von Waldenberger zur Wahl zum Präsidenten der Landwirtschaftskammer Oberösterreich ist auch die Biobranche. Nach Auffassung von Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann kommt mit ihm eine agrarpolitisch erfahrene Persönlichkeit und ein ausgewiesener Kenner der biologischen Landwirtschaft an die Spitze der LK Oberösterreich. Waldenberger wisse auch um die Bedeutung ausgewogener und wertschätzender Kommunikation im landwirtschaftlichen Umfeld, so Grabmann. Sie ist überzeugt, er werde die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern engagiert und umsichtig, sowie mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl vertreten.

Franz Waldenberger war von 2015 bis 2021 Obmann von Bio Austria Oberösterreich. Sein Nachfolger Hannes Liebl weiß aus der Erfahrung der jahrelangen Zusammenarbeit im Vorstand, dass Waldenberger die Interessensvertretung der Bäuerinnen und Bauern ein Herzensanliegen sei. Er hat sich stets mit großem Engagement für die notwendigen Rahmenbedingungen eingesetzt, damit sich die Bio-Höfe bestmöglich entwickeln können. "Das wird er in seiner neuen Funktion ebenfalls machen," meint Liebl.

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