Waldbau

Forstliche Sperrgebiete ausschildern

Forstliches Sperrgebiet
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Externer Autor
am Montag, 04.02.2019 - 10:37

Der Schneedruck macht die Situation speziell im Nadelholzwald gefährlich.

Linz Der Schneefall sowie der Sturm der letzten Wochen hat den oberösterreichischen Wäldern zugesetzt. Vor allem im Mühlviertel, dem südlichen Bergland und in der Hausruckregion sind Nadelholzbestände massiv vom Schneedruck betroffen.
„Holzschlägerungsarbeiten sind für die Forstarbeiter gefährlich, noch gefährlicher werden sie allerdings, wenn diese bei ihrer Tätigkeit durch Wanderer und Spaziergänger behindert werden“, erläutert Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker und fordert die Bevölkerung auf, hier Vorsicht walten zu lassen.
Waldbesitzer, die mit Holzschlägerungsarbeiten beschäftigt sind, können während der Holzerntearbeiten ein befristetes forstliches Sperrgebiet ausweisen. Dazu ist die Kennzeichnung mittels Hinweistafeln erforderlich. Zusätzlich ist außerdem der Zeitraum der Sperre (im Bedarfsfall bis zu vier Monate) anzugeben. Waldflächen, für die ein behördliches Betretungsverbot besteht, sind vom allgemeinen Betretungsrecht des Waldes ausgenommen.
Hinweistafeln mit Informationen über die Dauer der Sperre sind vom Waldeigentümer an jenen Stellen anzubringen, wo öffentliche Wege und Straßen, markierte Wege, Güterwege und Forststraßen sowie markierte Skirouten, Skipisten oder Loipen in die gesperrte Fläche führen oder an diese unmittelbar angrenzen.

Auch Wiederbewaldungsflächen sowie Neubewaldungsflächen sind vom allgemeinen Betretungsrecht ausgenommen, solange der Bewuchs eine Höhe von drei Metern noch nicht erreicht hat. Damit soll einer möglichen Gefährdung der forstlichen Bestandsentwicklung Einhalt geboten werden. Aber auch auf den sonst grundsätzlich zugänglichen Waldflächen ist nicht jedes Verhalten gesetzlich gedeckt. Schneeschuhwandern und Skilanglaufen ist ohne gespurte Loipen und unter Anwendung der gebotenen Vorsicht erlaubt, doch bedarf das Anlegen oder die Benutzung von Loipen der Zustimmung des Waldeigentümers. Ähnliches gilt auch für Rodeln, selbst wenn es auf Forststraßen und Waldwegen erfolgt, denn auch hier ist die Einwilligung des Waldeigentümers oder des Erhalters der Forststraße nötig.