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Österreich

Coronakrise: Sozialversicherungsbeiträge aussetzen

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 08.04.2020 - 07:40

Der UBV fordert in der Coronakrise den Bauern die Sozialversicherungsbeiträge für 2020 zu erlassen.

Sozialversicherung_Österreich

Der Unabhängige Bauernverband (UBV) fordert, dass die Land- und Forstwirte 2020 keine Beiträge zur Sozialversicherung leisten müssen. Das soll durch den Staat aus dem Härtefall- bzw. dem Nothilfefonds bezahlt werden. Nach Auffassung des UBV hat die Bundesregierung im Zusammenhang der getroffenen Maßnahmen zugesagt: "Koste es was es wolle, niemand bleibt auf der Strecke". Gemeint war damit, dass man jeden, der zu Schaden kommt, den Schaden ausgleiche, so der UBV.

Laut Verband hat die Land- und Forstwirtschaft von Haus aus eine schlechte Basis bei den
Einkommen. Die aktuelle Coronakrise trifft die Land- und Forstwirtschaft in allen
Sparten. Die erste und einfachste Möglichkeit der Unterstützung ist daher, dass die
Land- und Forstwirte heuer keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen sollen.

Die Bundesregierung bringe durch ihre Maßnahmen rund um die "Coronakrise" die
Wirtschaft an den Rand des Kollapses. "Es ist sicher, dass es viele Bereiche dramatisch
trifft! Besonders hart trifft es die Land- und Forstwirtschaft!" heißt es in einer Presseaussendung es UBV.

Der UBV nennt dabei einige Beispiele:

  • Milch: Die ersten Molkereien fordern von den Milchbauern eine deutliche Verringerung der Milchanlieferung. Anstatt sich an den Staat zu wenden und den entstandenen Schaden in Rechnung zu stellen, serviert man den Bauern die Rechnung. Wer hat also den Schaden? Die Milchbauern! Sie brauchen jeden Cent dringend, nun gibt es neben dem zu geringen Milchpreis auch noch den Auftrag, weniger Milch zu erzeugen.
  • Fleisch/Rinder: Der Rindfleischmarkt bricht komplett zusammen. Während unsere Bauern nicht wissen, wohin mit den Rindern, werden weiterhin Lebendrinder nach Österreich importiert! Der UBV fordert einen Stopp der Importe von Lebendrindern wie Rindfleischimporte.
  • Holz: Die Waldbesitzer bleiben auf ihrem Holz sitzen. Die Holzverarbeiter bringen gleichzeitig aber ungebremst Holz z.B. aus Tschechien mit LKW oder der Eisenbahn zu den Papierfabriken und Sägewerken. Wenn man auf diesen Missstand hinweist, putzen sich die Agrarlandesräte ab und meinen, die Sägeindustrie müsse Verträge einhalten! Heimische Waldbesitzer hätten halt Pech gehabt!
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