Agrarförderung

Bilanz der Covid-Investitionsprämie

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 28.07.2021 - 08:34

Knapp ein Drittel der Anträge stammen aus dem Agrar- und Lebensmittelsektor.

Schlepperkauf-Agrarförderung

Um die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise zu unterstützen, hat die Bundesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt. Zentraler Bestandteil dieses Pakets war die COVID-Investitionsprämie – sie sollte den Betrieben dabei helfen, auch in der Krise notwendige Investitionen zu tätigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber vor allem aus der Krise heraus zu investieren.

Der Erfolg der Investitionsprämie im land- und forstwirtschaftlichen Bereich und in der gesamten Lebensmittelwertschöpfung könne sich sehen lassen, ziehen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck ziehen eine Bilanz.
Die Prämie hätten die Betriebe „extrem gut“ angenommen und habe einen Investitionsboom von 8,8 Mrd. € ausgelöst. 73.000 Anträge wurden beim Austria Wirtschaftsservice eingereicht. Über alle Branchen betrachtet hat der Bereich Land-, Forstwirtschaft und Lebensmittel rund 30 Prozent aller Anträge gestellt.

Großteil für Landtechnikkäufe

763 Mio. Euro Zuschüsse haben land-, forstwirtschaftliche und Lebensmittelbetriebe beantragt. Sie teilen sich wie folgt auf:

  • 443 Mio. Euro mit 7 Prozent (58 Prozent Anteil),
  • 246 Mio. Euro für ökologische Investitionen mit 14 Prozent (32 Prozent Anteil),
  • 74 Mio. Euro für Projekte in die Digitalisierung (10 Prozent Anteil)

Mit rund 10 Prozent haben Milchviehbetriebe (rund 8.500) einen sehr hohen Anteil an den Anträgen. Aber auch in der Schweinehaltung (rund 2.000) und im Weinbau (rund 1.700) wurden verhältnismäßig viele Anträge gestellt. Vor allem haben typische Familienbetriebe die Förderung in Anspruch genommen – bei den gemischten Betrieben mit mehreren Betriebszweigen wurden rund 43.000 Anträge gestellt.