Milchpreis

Berglandmilch zahlt Tierwohlbonus

Kühe-Weide
BLW
am Montag, 15.07.2019 - 09:14

Die Berglandmilch, das größte österreichische Molkereiunternehmen, das im alleinigen Eigentum von 11 000 Milchbauern liegt, zahlt seit 1. Juli einen Tierwohlbonus.

Wels - Rund 7 Mio. € bekommen die Bauern zusätzlich. „Fast 90 Prozent der Berglandmilch-Bäuerinnen und -Bauern setzen Tierwohlmaßnahmen um, welche über den strengen österreichischen Tierwohlstandards liegen, und lukrieren mit diesem Bonus Milchgeldzuschläge von bis zu einem Cent pro Kilogramm Milch. Die Kühe unserer Lieferanten werden in kleinen Herden mit intensiver Tier-Mensch-Beziehung auf bäuerlichen Familienbetrieben gehalten. Mit dem Zugang zu Wasser in Trinkwasserqualität, heimischen Futtermitteln, Glyphosat-Verzicht auf allen Futterflächen, Verzicht auf Palmöl in der Fütterung und Gentechnikfreiheit werden höchste Qualitätsstandards umgesetzt. Dieser Kuhkomfort spiegelt sich in der hohen Qualität der Milch für die Produkte der Marken Schärdinger, Tirol Milch, Lattella und Stainzer wider“, teilt das Unternehmen mit.

Der Berglandmilch-Tierwohlbonus ist in drei Stufen eingeteilt. Stufe 1 sieht eine Kombinationshaltung mit 120 Tagen Auslauf anstatt der gesetzlich vorgeschriebenen 90 Tage vor, der Zuschlag beträgt 0,2 ct. In Stufe 2 wird mit einem Zuschlag von 0,5 ct/kg Milch die Haltung im Laufstall oder in Kombinationshaltung mit ganzjährigem Auslauf abgegolten. Der Maximalzuschlag von 1 ct in Stufe 3 kann durch Laufstallhaltung mit ganzjährigem Auslauf oder mindestens 120-tägiger Weidehaltung lukriert werden.

Bei einem durchschnittlichen Tierwohlbonus von 0,5 ct zahlt die Berglandmilch ab Juli für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß einen Erzeugerpreis von 34,70 ct netto je kg.