Erneuerbare Energie

Ausbau-Gesetz passiert den Ministerrat

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 17.03.2021 - 12:17

Wie angekündigt, hat das österreichische Kabinett den Entwurf zum Erneuerbaren Ausbau-Gesetz durchgewunken.

Biogasanlage-Acker

Im Ministerrat am Mittwoch, den 17. März, hat die Bundesregierung das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) beschlossen. Die Regierungsvorlage wird nun in den Nationalrat zur weiteren Bearbeitung eingebracht.

"Mit dem EAG bauen wir unser Energiesystem um, damit wir im Jahr 2030 unseren Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen produzieren können. Mit den Energiegemeinschaften sorgen wir dafür, dass alle in Österreich Teil der Energiewende werden können, und wir sichern zukunftsfähige Jobs in Österreich: Mit 500 Mio. Euro für grünen Wasserstoff für die klimaneutrale Industrie der Zukunft", erklärte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler nach dem Ministerrat.

Nachfolgeregelung für Biomasseanlagen vorgesehen

"Mit dem Ministerratsbeschluss setzen wir einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Energiezukunft", betonte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, die sich bereits im Jahr 2018 als Energieministerin für ein EAG eingesetzt hat. Neben der Sonnen-, Wind- und Wasserenergie soll beim Ausbau von erneuerbaren Energien vor allem die Biomasse eine wesentliche Rolle spielen. Das EAG sieht eine Bestandssicherung für Biomasseanlagen mit Nachfolgeregelung bis ins 30. Bestandsjahr aller Anlagen vor. "Für die Energiewende brauchen wir alle Technologien. Biomasse und Biogas liefern als einzige erneuerbare Quellen konstant Wärme und Strom", gab Köstinger zu bedenken.

Nun beginnen die Verhandlungen mit der Opposition. Zur endgültigen Beschlussfassung über das EAG braucht es eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.

Mit Material von aiz