Almen in Österreich

Almfutterfläche deutlich gesunken

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Dienstag, 30.06.2020 - 09:26

In Tirol, dem Bundesland mit dem höchsten Almenanteil, hat sich die Futterfläche innerhalb von 20 Jahren nahezu halbiert.

Österreich

Imposant sind sie, die Bilder von den Kühen auf grünen Weiden und dem Alpenpanorama im Hintergrund. Doch das Idyll ist bedroht. Um rund 45 Prozent ist die Almfutterfläche in Österreich seit 2000 zurückgegangen. Das bedeutet einen Schwund von 261.000 ha, verblieben sind 313.957 ha. Nach Regionen aufgeschlüsselt heißt das:

  • Den größten Verlust in absoluten Zahlen gab es in Tirol .
  • Die anteilig höchsten Rückgänge an Almfutterfläche haben die Steiermark mit -51,6 %, Salzburg mit -46,5 % und Kärnten mit -46,4 % zu verzeichnen.

Rund 36 % der Almfutterfläche zählt zur Bio-Almfutterfläche. Im Jahr 2019 wurden unter anderem 302.302 Rinder (minus 4.300 Stk.), davon 49.724 Milchkühe (minus 650 Stk.), aufgetrieben. Das sind 16,1 % aller Rinder sowie 9,5 % aller Milchkühe, wie die Rinderzucht Austria meldet.

2019 gab es noch 8.086 bestoßene Almen. Davon entfallen 21 % auf Niederalmen, 51 % auf Mittelalmen und 28 % auf Hochalmen.