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Diskussion

Wolfsdebatte: Ministerin unterstützt Entnahmeantrag

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber
Barbara Höfler
am Dienstag, 21.12.2021 - 01:09

Bayerns Staatsministerin Michaela Kaniber trifft sich nach den Wolfsrissen mit betroffenen Landwirten. Eine Botschaft ist ihr dabei wichtig.

Bergen - Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat sich in Bergen hinter den Entnahmeantrag des örtlichen Landrates gestellt. Wörtlich sagte die Landwirtschaftsministerin: „Man muss sich die Frage stellen, wie viele Wölfe verträgt ein Land? Ich bin der festen Überzeugung dass die Rückkehr des Wolfes so nicht machbar ist, in so einem eng besiedelten Gebiet. Es ist unsere große Sorge, dass es einen Tourismus in dieser Form dann nicht mehr geben wird, eine Almwirtschaft wird nicht mehr möglich sein. „Die jüngsten Ereignisse in der Region haben uns gezeigt, dass hier ein massiver Übergriff da ist. Der Wolf hat sich augenscheinlich mitten im Ort bewegt. Das zeigt, dass er seine Scheu verloren hat."

Sofortige Entnahme soll möglich sein

Die Ministerin sprach sich klar für den Entnahmeantrag des Traunsteiner Landrats aus. Sobald die DNA-Proben der jüngsten Risse analysiert würden und sich zeige, dass der Verursacher ein und der selbe Wolf sei, dann müsse auch eine sofortige Entnahme möglich sein. Die Ministerin kündigte an, dass vor der Kabinettssitzung am Dienstag ein Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder, Umweltminister Torsten Glauber und ihr anberaumt sei. Anschließend soll in der Kabinettssitzung ein Sachstandsbericht zum Wolf des Umweltministerium besprochen werden. Sie kündigte an, dort auch „meine Erkenntnisse und Erfahrungen aus diesem Gespräch heute Abend mit den Bauern“ einzubringen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit war am Montagabend, 20. Dezember 2021, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zu einem Gespräch über die zuletzt massiv gestiegene Zahl der Weidetierrisse in der Region nach Bergen gekommen. Eingeladen hatte der BBV-Ortsverband. Unter den rund 40 Beteiligten waren unter anderem der Bürgermeister der Gemeinde Bergen, Stefan Schneider, der der BBV-Kreisvorsitzende Sebastian Siglreithmayer, Kreisbäuerin Kreisbäuerin Irina Esterbauer, der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner (CSU) und Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber. Zudem nahmen mehrere Weidetierhalter an der Besprechung teil.