Tierwohl

Wolf im Landkreis Freising jetzt bestätigt

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 12.11.2020 - 09:44

Die Förderkulisse für den Herdenschutz ist entsprechend erweitert.

Wolfsmanagement

Der Wolf ist jetzt auch im Landkreis Freising unterwegs. Erste Ergebnisse bestätigen einen Wolf als Verursacher. Am Sonntag, den 25.10.2020, wurde im Landkreis Freising in einem Damwildgehege ein weibliches Tier tot aufgefunden. Ein Experte des Netzwerks Große Beutegreifer hat die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen.

Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert, teilt das Landesamt für Umwelt mit. Eine weitergehende Analyse des gewonnenen Genmaterials soll Aufschluss über Geschlecht und mögliche Herkunft des Tieres bringen.

Um erneute Übergriffe auf Weidetiere zu vermeiden, wird die Förderkulisse zum Herdenschutz in Bayern umgehend auf die Gemeindegebiete im Umfeld des Ereignisses ausgeweitet.

Anträge sind ab sofort möglich

Nutztierhalter, deren Weiden innerhalb der Kulisse liegen, können sich Herdenschutzmaßnahmen fördern lassen. Anträge können Tierhalter ab sofort bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) stellen.

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer kompensiert werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt:

Hinweise zu Wolf, Luchs oder Bär melden Sie bitte an das Bayerische Landesamt für Umwelt,
Fachstelle Große Beutegreifer, Tel. 09281 1800-4640, Mail fachstelle-gb@lfu.bayern.de.