Standpunkt

Der Wolf bedroht die Weidehaltung

Die Zahl der Wolfsrisse im Alpenraum steigt. Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber fordert Lösungen von der Politik.

am Montag, 19.07.2021 - 14:45

München – In Bayern sind viele Nutztier- und Pferdehalter in Angst um ihre Tiere: Vor allem im bayerischen und österreichischen Alpenraum steigt die Zahl der Wolfsrisse. Die Wolfsproblematik belaste die Landwirte in Oberbayern, erklärt Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber im Gespräch mit dem Wochenblatt. Es gelte, die Weidetierhaltung zu erhalten und zu schützen.

Die Rosenheimer Kreisbäuerin Katharina Kern machte zuletzt bei einem Informationstermin auf die Problematik aufmerksam. Auch Schutzzäune seien demnach nicht die allumfassende Lösung: „Der Wolf vermehrt sich ja auch trotz Zäunen weiter. Die Menschen und die Nutztiere werden weiter eingeschränkt. Mit den Zäunen löst sich das Problem des Wolfes nicht.“

In Einzelfällen halten die Bauern den Zaun für eine gute Lösung. Doch steigende Wolfspopulationen brauchen immer mehr Beutetiere. Die Wolfspopulation verdoppelt sich laut Kern bei weiterem unbeschränktem Wachstum alle drei Jahre. Hier lesen Sie den Artikel zum Demonstrationstermin des BBV Rosenheim.

Musik im Video: "Neon City" Marten Moses – stock.adobe.com