Dürre

Wildhalter: Suche nach Lösungen für Trockenjahre

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Externer Autor
am Montag, 19.11.2018 - 13:51

„Die Trockenheit in diesem Jahr war verheerend. Der eine oder andere Wildhalter hatte damit große Probleme“.

Heinzhof/Lks. Amberg-Sulzbach „Die Trockenheit in diesem Jahr war verheerend. Der eine oder andere Wildhalter hatte damit große Probleme“. Mit diesen Worten eröffnete Martin Biegerl, Vorsitzender der oberpfälzischen Wildhalter die Regionalversammlung des Landesverbandes Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter in der Waldschenke am Waldpark. Der Klimawandel sei immer deutlicher zu spüren und weitere derartige Sommer seien vorprogrammiert. Biegerl forderte seine Kollegen auf, in der am Abend folgenden Diskussion Strategien zu erarbeiten, wie man sich vorbereiten kann und was man eventuell anders machen kann. „Wir sind intensiv davon betroffen und müssen vorausschauend handeln“, schickte er vorneweg. Er wies auf die Umfrage im Bundesrundbrief hin und appellierte an die Zuhörer, sich dabei zu beteiligen. Das Ziel sei, möglichst viele Daten zu sammeln, um einen Vergleich untereinander aufstellen zu können. Weiter forderte er auf, die Homepage des Verbandes zu „füttern“, beispielsweise mit Terminen wie Hoffeste oder Stammtische.

Beim Jahresrückblick nannte Biegerl eine Reihe von Terminen, die von Verbandsvertretern wahrgenommen wurden. Dazu zählten unter anderem die Bundesfachtagung und das Wolfmahnfeuer in Berching zusammen mit den Schäfern. „Das Problem kommt immer näher und wir müssen uns zu Wort melden. Wir wollen den Wolf nicht bzw. wir müssen ihm klare Grenzen setzen“, so der Vorsitzende, der darum bat, jeden Vorfall dieser Art zu melden. „Es gilt die richtigen Wege zu finden, damit nicht alte Fehler, wie beim Biber, gemacht werden“, erklärte er abschließend.
Für 2019 sind in der Oberpfalz nach Angaben des Vorsitzenden Stammtische und Lehrfahrten angedacht. Gerne können dafür Vorschläge gemacht werden. Ebenso sollte das Gehegemonitoring mit Kotproben in Zusammenarbeit mit dem Tiergesundheitsdienst in Anspruch genommen werden. Zuletzt machte Biegerl auf die Möglichkeit zum Verkauf von Abwurfstangen aufmerksam. Mit einer Firma in Tirschenreuth konnten in den letzten drei Jahren gute Erfahrungen gemacht werden. Nähere Informationen sind auf der Homepage ersichtlich. „Wildfleisch ist ein sehr wertvolles Lebensmittel und Wildhaltung ist eine sehr nachhaltige Form der Landwirtschaft“, stellte Biegerl zum Schluss fest. Er war überzeugt, dass in den nächsten Jahren ein großer Umbruch in der Landwirtschaft vor der Türe steht. Dabei sei der Boden und das Bodenleben von entscheidender Bedeutung. „2018 war schon ein spezielles Jahr“, erklärte er und rührte an dieser Stelle die Werbetrommel für neue Mitglieder.
Unter der Moderation von Helmut Bamler, Leiter des Lehr- und Versuchsgeheges Pfrentschweiher, erörterten die Wildhalter die größten Probleme und Herausforderungen in diesem Trockenjahr und suchten nach Möglichkeiten für Zukunftslösungen. HG