Stadtentwicklung

Widerstand angekündigt

Pressemitteilung, Heimatboden München
am Montag, 20.07.2020 - 15:55

Der Widerstand gegen die Stadtentwicklung im Münchner Norden wächst.

Am Montag (20.7.2020) kündigte das neuformierte „Bündnis für München – Aus der Mitte der Gesellschaft“, dem verschiedene Parteien, Verbände und Interessenvertretungen angehören, größtmöglichen Widerstand an, falls die rotgrüne Münchner Stadtregierung wie angekündigt in dieser Woche eine Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) für den Münchner Norden beschließen sollte.

Ziel des Bündnisses ist es, auf die dramatischen Folgen der SEM hinzuweisen und für die Menschen vor Ort Mitsprache zu sichern, um für alle Beteiligten eine sinnvolle und vertretbare Lösung zu finden. Eine SEM im Münchner Norden gilt es, gemeinsam zu verhindern.

Landwirte nicht als Spekulanten verunglimpfen

Heimatboden München

Manuel Pretzl, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, die das „Bündnis für München“ ebenfalls unterstützt, sieht einvernehmliche Bemühungen aller Betroffenen der letzten drei Jahre in Frage gestellt. FDP-Stadtrat Prof. Dr. Jörg Hoffmann sieht die SEM als falschen Weg für benötigten Wohnraum und Tobias Ruff, Stadtrat der ÖDP und Mitverfasser des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, zeigte sich besorgt über die ökologischen Auswirkungen.

Kritik gab es auch von Sonja Dirl, Vertreterin des Bayerischen Bauernverbandes. Sie ärgerte sich, dass die Stadtregierung die hiesigen Bauern, die letzten, die in München noch Landwirtschaft betrieben, immer wieder als Spekulanten verunglimpfe. Dabei handle es sich vor allem um alteingesessene Familien, die seit Jahrhunderten hier leben und München mit regionalen Lebensmitteln versorgen. So, wie es auch klimapolitisch Sinn mache. Auf welcher Basis könne man diesen Menschen androhen, ihnen ihre Lebensgrundlage zu entziehen? „Enteignung – Das darf’s und wird’s nicht geben.“

Grüne werden zum Totengräber der regionalen Lebensmittelerzeugung

Roland Albert, Präsident des Bayerischer Gärtnereiverbandes, hob hervor, dass Wohnraum grundsätzlich überall entstehen könne. Wo Wohnungen gebaut werden, müsse der Boden keine besondere Qualität haben. Will man jedoch Landwirtschaft betrieben, brauche man fruchtbare Böden, wie man sie im Münchner Norden findet. Dass ausgerechnet die Grünen mit ihren Planungen zum Totengräber der regionalen Lebensmittelerzeugung werden, versteht Albert nicht.

Sollte die Stadtregierung nun doch wieder den Weg einer SEM für den Münchner Norden gehen wollen, da sind sich alle Vertreter des „Bündnisses für München“ einig, werde man mit allen Mitteln dagegen vorgehen.