Kurs

Wertvolle Weiterbildung

Isolde Weyerer
Anton Hötzelsperger
am Donnerstag, 18.03.2021 - 18:35

Das Grundlagenseminar der Akademie für Diversifizierung bietet ein fundiertes Wissen. Isolde Weyerer von Oberstuff am Samerberg gewährt einen Einblick in ihre Kurserlebnisse.

Zum erfolgreichen Abschluss des Grundlagenseminars der Akademie für Diversifizierung erhielten 81 landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer von Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ihre Urkunde.

Mit einer solchen Diversifizierung oder auch Einkommensergänzung zusätzlich zur landwirtschaftlichen Urproduktion soll die Existenz des Betriebes gesichert werden. Mit den Seminaren zu Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof und sozialer Landwirtschaft haben die Absolventinnen und Absolventen ein wertvolles Rüstzeug an die Hand bekommen.

Mit dabei aus dem Landkreis Rosenheim war Isolde Weyerer von Oberstuff am Samerberg. Bei einem Besuch auf dem „Oberstufferhof“ gewährte sie einen Einblick in ihre Kurs-Erlebnisse. 

Wirtschaftlichkeit auf dem Betrieb verbessern

Isolde Weyerer

„Weiterbildung und Fachwissen sind mir genauso wichtig wie Ideen und Anregungen zu sammeln, damit wir mit unserem Betrieb gut aufgestellt sind“, beschreibt die zukünftige Bäuerin ihr Ziel, für ihre Familie und für ihren Hof eine bessere Wirtschaftlichkeit – besonderes im Bereich der touristischen Vermietung – zu erreichen. Ein wichtiger Punkt beim Kurs war für sie das Zeitmanagement in Bezug auf Familie, Bauernhof und Vermietung. Den Abschluss dieses Kursteils bildete die Erstellung und Präsentation eines eigenen, betriebsindividuellen Konzepts.

Zum Ende der sechs Monate dauernden Fortbildung mit 13 Seminartagen hat die dreifache Mutter und Vermieterin für sich festgestellt: „Ich kann den Kurs allen empfehlen, die in diesen Betriebszweig neu einsteigen wollen oder sich intensiver mit dem vorhandenen Vermietungsangebot am Hof auseinandersetzen wollen. Wenn im Herbst der geplante Kurs für Profi-Gastgeber gemacht wird, bin ich nach Möglichkeit wieder dabei.“

Homepage und regional gefüllter Kühlschrank

Erste Maßnahmen hat Weyerer bereits auf ihrem Hof im laufenden Betrieb umgesetzt, dazu erklärt sie: „Jetzt besteht für unsere Gäste die Möglichkeit schon vor ihrer Ankunft einen gefüllten Kühlschrank zu bestellen, hier werden vor allem regionale sowie biologisch erzeugte Produkte angeboten.“ Für ihre Zukunft plant Isolde Weyerer aufgrund der erlernten Kenntnisse die Neugestaltung einer Homepage sowie Verbesserungen bei der Vermietung.
Schön ist es für sie, dass auf ihrem Mehr-Generationen-Hof die Arbeiten und Aufgaben aufteilt sind, sie selbst sorgt sich hauptverantwortlich um die Betreuung der Gäste im „Jägerhäusl“, einem Zuhaus des Hofes mit Betten für 4 Personen. Ihr Mann Michael ist Agraringenieur und Beamter der Landwirtschaftsverwaltung. Die Eltern Irmi und Georg Weyerer sind die Betriebsleiter und Veronika Weyerer als Senior-Bäuerin hilft ebenfalls in Haus und Hof mit.

Freude an Haus und Hof ist die Voraussetzung

Freude an Familie, Stall, Haus und Hof ist die Grundvoraussetzung für Isolde Weyerer, dass sie ihr Arbeitspensum tagtäglich schafft. Ihre Hauptsorge gilt der Familie mit den drei Kindern im Alter von 12 Jahren, zweieinhalb Jahren und vier Monaten. Seit 2009 hilft sie mit bei der Hof-Bewirtschaftung nach den Richtlinien des Naturlandverbandes, die Vermietung des hofnahen „Jägerhäusl“ aus dem Jahr 1850 als Ferienhaus des Bergbauernhofes erfolgt hauptsächlich über die Seite „Hüttenland“. Der „Oberstufferhof“ hat 25 Milchkühe mit eigener Nachzucht, wobei das Jungvieh den Sommer über auf der eigenen Alm im Spatenau-Gebiet verbringt.

Umfassende Fortbildung trotz schwieriger Zeiten

„Es verdient besonderen Respekt unter den außergewöhnlichen Herausforderungen des vergangenen Jahres eine so umfassende Weiterbildung und zusätzliche Qualifizierung zu absolvieren“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei der Urkundenverleihung und sie fügte hinzu: „Durch Ihr großes Engagement steigern Sie die Attraktivität des ländlichen Raums und erhöhen die Wertschöpfung in der Region. Gleichzeitig stärken Sie aktiv den Erzeuger-Verbraucher-Dialog. Es werden Arbeitsplätze gesichert oder sogar neu geschaffen. Und letztlich bauen Sie für Ihren Betrieb neue Standbeine auf.“