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Ralf Huber setzt auf den Teamgeist

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Externer Autor
am Donnerstag, 18.02.2021 - 14:31

Der nachgewählte BBV-Bezirkspräsident in Oberbayern sieht sich als Motivator. Doch er hat auch Erwartungen an die Mitglieder.

Er ist „kein Träumer, der denkt, er kann die Welt verändern“ und will mit dem Charme des Biobauern spielen, so dass bäuerliche Themen Niederschlag in der breiten Gesellschaft finden. Die Rede ist von Ralf Huber, dem neuen oberbayerischen BBV-Bezirkspräsidenten, der am vorvergangenen Donnerstag per Briefwahl mit 75 von 125 Stimmen als Nachfolger des verstorbenen Anton Kreitmair ins Amt nachgewählt wurde – bis zur turnusgemäßen Wahl in etwa einem Jahr.

Damit bleibt Milchviehhalter Wolfgang Scholz, der weitere Präsidentschaftskandidat, Stellvertreter an der Spitze des Bezirksverbandes. Er hofft, dass der neue Präsident bald in sein neues Amt findet, so Scholz gegenüber dem Wochenblatt. Für Huber sei ein gutes Miteinander mit Wolfgang Scholz eine Herzensangelegenheit.

Der Junior übernimmt mehr Verantwortung

Wahlleiter und Oberbayerns BBV-Direktor Martin Wunderlich war angetan von der Wahlbeteiligung trotz coronabedingter Briefwahl: 125 von 140 Stimmberechtigten haben gewählt.

Huber bewirtschaftet seinen ökologischen Ackerbaubetrieb im Landkreis Freising gemeinsam mit seinem Sohn in einer GbR, in Zukunft wird der Junior dort mehr Verantwortung übernehmen, so dass Vater Ralf Huber sein Präsidentenamt ausführen kann.

Die Liste der Leute, mit denen dieser zu Beginn seiner Amtszeit reden will, ist lang: Sie reicht von den Jungbauern, der Junglandwirtekommission über die Landfrauen und politischen Parteien hin zu den weiteren Größen im Verband und dem verbandsübergreifenden Zusammenschluss „Landwirtschaft verbindet Bayern“, der unter anderem durch Schlepperdemos von sich reden macht.

Erfolg durch Teamarbeit

Für Huber steht fest: Jeder muss seine Meinung frei sagen dürfen und er erwarte von jedem, sich einzubringen. „Der BBV muss erkennen, dass es seine Mitglieder sind, die da auf der Straße stehen“, sagt er gegenüber dem Wochenblatt. Der neue Bezirkspräsident sieht den Bauernverband als Mannschaftssport, der Erfolg stellt sich nur durch Teamarbeit ein. „Ich erwarte von den Mitgliedern, dass sie selbst aktiv werden und den Arsch in die Höhe bekommen. Das ist ganz wichtig.“

Den Berufsstand positiver präsentieren

Sein Ziel ist es, die Präsentation des BBV positiver zu gestalten, fachlich sei dieser bereits gigantisch aufgestellt. „Alle müssen mit allen reden“, meint er. Seine eigene Rolle sieht Huber als die eines Motivators. „Wir müssen schneller und aktueller sein, mit kurzen und prägnanten Aussagen“, sagt er im Hinblick auf neue Medien.

Und: „Wir sind keine Profis der Selbstdarstellung“, auch hier müsse der Berufsstand ansetzen, nämlich damit, Aussagen positiver zu treffen. Ermunternd sind für den neuen Bezirkspräsidenten die zahlreichen Glückwünsche von Jung und Alt. Diese Aufbruchsstimmung will er für seine anstehenden Gespräche und Aufgaben mitnehmen. sas