Coronahilfen

Ralf Huber fordert Coronahilfe für Schweinebauern

Ralf Huber, Bezirkspräsident von Oberbayern beim Bayerischen Bauernverband, kritisiert die scheidende Bundesregierung aufs Schärfste für ihre Haltung zu den Coronahilfen für die Schweinebranche.

am Mittwoch, 08.12.2021 - 11:30

Nach einer Kleinen Anfrage war bekannt geworden, dass der Bund eventuell Hunderte Millionen Euro von Schweinehaltern und Ferkelerzeugern zurückfordern oder nicht an sie auszahlen will. Begründung: Deren Umsatzeinbußen seien unter Umständen nicht rein coronabedingt, sondern hätten zahlreiche Ursachen wie den chinesischen Importstopp von Schweinefleisch aufgrund der in Deutschland grassierenden Afrikanischen Schweinepest. Vor allem die Anträge auf Überbrückungshilfe III würden nun genau geprüft.

„Mir fehlt jedes Verständnis für solche Aussagen“, sagte Huber in dem Facebook-Video. „Es hat sehr wohl etwas mit Corona zu tun, was derzeit an den Schweinemärkten passiert!“ Durch den Lockdown seien den Schweinebauern zahlreiche Möglichkeiten für fair bezahlten Absatz wie Gaststätten, Kantinen, Volksfeste oder Christkindlmärkte weggebrochen. Jetzt kauften die großen „Player“ auf dem Markt das Schweinefleisch bei den Landwirten zum Dumpingpreis von 1,19 Euro/kg ein und verkauften es für über 7 Euro an den Endkunden. „So teuer wie noch nie zuvor in unserer Geschichte“, so Huber.

„Unsere Betriebsleiter stehen an der Wand. Sie wissen zum Teil nicht, wie sie ihre Betriebe erhalten sollen“, sagt er. Der Bezirksverband Oberbayern stehe hinter die Schweinebauern. „Wir werden versuchen, das Recht für unser Betriebe zu bekommen!“