Forderung

Preiskrise auf dem Schweinemarkt ist nicht vorbei

Mastschweine-Trog
Barbara Höfler
am Dienstag, 17.08.2021 - 15:35

BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber ruft zur Solidarität auf. Der Lebensmittelhandel und die Vermarkter seien nun in der Pflicht.

Freising – Mit einem Aufruf zur Solidarität richtet sich Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber an die Fleischbranche. „Wir erleben momentan eine der größten Krisen auf den Schweinemarkt“, sagt er dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt.

Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber

Aufgrund der schlechten Preise ließen Mäster ihre Ställe leer. Ferkelerzeuger hätten in der Folge Probleme, ihre Ferkel abzusetzen. Handel und Vermarkter kippten in der Situation Öl ins Feuer, indem sie „billige Sauen aus dem Ausland aufkaufen und verarbeiten und dadurch die Preise drücken, so dass unsere Erzeuger nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können“.

„Der Lebensmittelhandel und die Vermarkter sind in der Pflicht die heimischen Schweineerzeuger zu unterstützen, so dass diese vernünftig wirtschaften können“, sagt Huber und fordert Loyalität.

Der BBV trifft sich voraussichtlich noch im August zu einer Krisensitzung mit Vertretern der Fleischbranche und des Einzelhandels.