Almgenossenschaft

Die Pinzgauerzucht fördern

Pinzgauer
Anton Hötzelsperger
am Donnerstag, 30.04.2020 - 09:34

Dies war ein Gründungsziel der Almgenossenschaft Samerberg vor 120 Jahren

Samerberg/Lks. Rosenheim Seit vergangenem Herbst sind es 120 Jahre, dass es auf dem Samerberg eine Almgenossenschaft gibt. Mit dieser eng verbunden ist die Wirtsalm, die direkt an der Grenze zu Tirol liegt und an der man vorbeikommt, wenn man vom Waldparkplatz zur Feichteckalm oder zum Feichteck wandert. Im Jahr 1899 verkaufte der vormalige Besitzer, der Wirt Pallauf von Törwang, da er zuvor die niedriger gelegene Pallaufalm oberhalb von Grainbach erworben hatte.

Der Kauf der Wirtsalm mit einem Flächenmaß von 34,53 ha durch die Viehzuchtgenossenschaften der damals vier selbstständigen Gemeinden Grainbach, Roßholzen, Steinkirchen und Törwang wurde vom Zuchtverband Traunstein unterstützt, um die Pinzgauerzucht zu fördern.

Lange im Vorstand dabei

Mit einem gemütlichen Beisammensein auf der Alm wurde das seltene Jubiläum von 120 Jahren gemeinschaftlichen Almbesitzes gefeiert. Dabei bedankte sich der derzeitige 1. Alm-Vorsitzende Johann Weyerer (z. Guggn) bei Sepp Stuffer (Moar in Steinkirchen) mit einem Geschenk dafür, dass dieser mit 40 Jahren am längsten der Vorstandschaft angehört und in dieser Zeit maßgeblich und erfolgreich die Geschicke der Genossenschaft mitbestimmt hat.

„In den alten Almkaser haben wir jüngst viel Geld und Arbeit gesteckt, doch der neue Glanz ist Lohn für diese Bemühungen“, sagte Weyerer, der noch auf die Besonderheiten des alten Almgebäudes hinwies. Mitten durch das Gebäude verläuft die bayerisch-österreichische Staatsgrenze. Dies verlange für die gesamte Almbewirtschaftung aufgrund unterschiedlicher Rechte und Gesetze eine besondere Aufmerksamkeit.
Auf bayerischer Seite erbaute die Genossenschaft im Jahr 1970, also vor nunmehr 50 Jahren, ein neues und zusätzliches Almgebäude.

Die Zahlen der Genossenschaft

Die Almgenossenschaft Samerberg ist 120 Jahre alt. Heute:

  • 26 Mitglieder, davon 12 Landwirte mit Viehhaltung,
  • 34,53 ha Almfläche, davon 11,10 ha Lichtweide in Bayern und 7,3 ha Futterfläche in Tirol,
  • 4 Tagwerk Wald bei Steinkirchen,
  • Bestoß: 28 bis 30 Stück Jungvieh von drei Bauern aus der Genossenschaft,
  • Personal: Georg Wenleder.