Almen

Mordaualm: Weiderechte bereinigt

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BStMELF
am Dienstag, 30.06.2020 - 10:34

Aus rund 300 Hektar Bergwald wird das Almvieh herausgenommen, um die Verjüngung des Bergwalds zu beschleunigen.

Auf der Mordaualm im Lattengebirge haben sich Bergbauern und Staatsforsten auf eine Weiderechtsbereinigung geeinigt: Aus rund 300 Hektar Bergwald wird das Almvieh herausgenommen. Es weidet künftig auf rund drei Hektar zusätzlichen Lichtweideflächen, die von den Staatsforsten zur Verfügung gestellt wurden. Nach den Worten von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist die gütliche Einigung ein Gewinn für die ganze Gesellschaft, nicht nur Almbauern und Bergwald, es wird nämlich die „alpine Kulturlandschaft in dieser Region erhalten“ so Kaniber.

Die fairen Verhandlungen zwischen dem Forstbetrieb und den Almbauern hätten gezeigt, dass dabei alle an einem Strang ziehen. „Unsere Almbauern sind hier sehr kompromissbereit, auch wenn es um ihre althergebrachten Rechte geht“, sagte die Ministerin.

Rechtsverzicht für Lichtweide

Die traditionsreiche Mordaualm befindet sich, wie viele der oberbayerischen Almen, auf Staatsgrund. Die Almbauern verfügen hier über teilweise Jahrhunderte alte Weiderechte auf Lichtweiden und in Wäldern. Eine Weiderechtsbereinigung ist nur auf freiwilliger Basis möglich. Die Almbauern verzichten auf ihr Weiderecht im Wald und erhalten dafür zusätzliche Lichtweideflächen für das Weidevieh. So wird die Schutzfunktion des Bergwaldes verbessert und die Bewirtschaftung der Almbetriebe gesichert. Der charakteristische Wechsel von Wäldern und Lichtweiden bleibt so erhalten. Viele der oberbayerischen Almen wurden nach diesem Beispiel bereits bereinigt.

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