Öffentlichkeit

Den Milchbauern im Kreis Eichstätt auf der Spur

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Helga Gebendorfer
am Montag, 12.11.2018 - 09:25

Im Rahmen des Weltschulmilchtages fanden die diesjährigen Aktionstage auf dem Milchviehbetrieb der Familie Schmailzl in Pirkenbrunn statt.

Pirkenbrunn/Lks. Eichstätt 160 Kinder aus acht Schulklassen besuchten an zwei Tagen den Betrieb. „Es gibt ein großes Netzwerk von qualifizierten Bäuerinnen und Landwirten in der Region, die Schulen zum Erleben von Natur, Landwirtschaft und bäuerlicher Kultur rund um Ingolstadt und Eichstätt einladen“, machte Leiterin des AELF Ingolstadt, Else Greßmann, aufmerksam.

Die Schmailzls waren gerne bereit, ihre Tore zu öffnen, um den Kindern einen Einblick in ihren modernen Milchviehbetrieb mit Außenklimastall und moderner Melkanlage zu geben. „Wir bieten den Schülern an, Landwirtschaft hautnah zu erleben“, erklärte Josef Schmailzl. Die Ackerflächen des Familienbetriebs umfassen insgesamt 90 ha und neben dem Grünland werden Kleegras, Mais, Getreide und 12 ha Kartoffeln angebaut. Betriebsschwerpunkt ist die Milchviehhaltung mit 80 Milchkühen, 80 Stück weibliche Nachzucht, Kälber sowie Legehühner für den Eigenbedarf.

Auf sieben Stationen zum Kuhwissen

Nacheinander kamen die Schulklassen zu Besuch, wurden von den Betriebsleitern empfangen und durch den Hof geführt. Nach den allgemeinen Informationen über den Betrieb gab es an sieben weiteren Stationen Wissenswertes über die Kälber, die Güllegrube, den Milchviehstall, die Fütterung, Melken mit dem Roboter, Technikraum/Büro und den Milchtankraum.
Dabei erfuhren die Schüler beispielsweise, dass die Kälber bis im Alter von zehn Wochen in Iglus wohnen, wie das Jungvieh lebt, dass Kot und Urin der Tiere wertvoller Dünger für die Felder sind, sich die Kühe im offenen Laufstall wohlfühlen, wie sie gefüttert werden und wie das Melken funktioniert.

Zwei Drittel im Nebenerwerb

Nach Auskunft von Sabine Biberger vom AELF sind im Landkreis Eichstätt noch 1634 landwirtschaftliche Betriebe beheimatet und die durchschnittliche Betriebsfläche beträgt 38 ha. Der Anteil der Haupterwerbslandwirte liegt mit 554 Betrieben bei 34 %. 1080 Betriebe und damit 66 % wirtschaften im Nebenerwerb.
Bei dieser Gelegenheit wurde selbstverständlich ein großes Augenmerk auf die Milch in der Ernährung gelegt. „Milch ist der älteste Energiedrink der Welt“, verkündete Hauswirtschaftsmeisterin und stellvertretende BBV-Kreisbäuerin Irmgard Pfaller. Sie unterstrich die Bedeutung der Milch als Beitrag zur Leistungssteigerung im Schulalltag. Gemeinsam mit den Kindern mixte sie Powerdrinks und verkostete Produkte der regionalen Molkereien Goldmilch und Zott, die sich an der Aktion mit Frischmilch und Milchprodukten beteiligten.