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Landfrauentag

Kraft und Orientierung schöpfen

Landfrauentag Landsberg Verabschiedung
Anja Kersten
am Dienstag, 12.04.2022 - 17:33

Gemeindereferentin Theresia Zettler und Pater Tassilo spenden Trost und feiern mit den Landfrauen Gott und die Gemeinschaft

Eresing/Lks. Landsberg Die Freude, dass der Landfrauentag endlich wieder live stattfinden konnte, war den Landfrauen des Kreisverbandes Landsberg deutlich anzusehen. Sie freue sich, dass sich so viele, darunter auch Ehrengäste, auf den Weg in den Gasthof Alter Wirt in Eresing gemacht hätten, sagte Kreisbäuerin Rita Behl. Er sähe seit langem wieder einen vollen Saal, meinte auch Eresings Bürgermeister Michael Klotz in dem von Behl moderierten Grußwort, bei dem die Ehrengäste über die Traditionen in ihren Familien an Ostern plauderten und so manche Anekdote aus ihrem Leben erzählten.

Viele Aufgaben, viel zu wenig Auszeiten

Bundestagsabgeordneter Michael Kießling dankte den Landfrauen für die Aufgaben, die sie in ihren Dörfern übernehmen. Vize-Bezirksbäuerin Elisabeth Mayerhofer gab zu Bedenken, die Landfrauen dürften darüber aber nicht vergessen, dass sie auch mal eine Auszeit bräuchten.

„Traut euch und geht in die Politik“, nutzte die stellvertretende Landrätin Margit Horner-Spindler das Grußwort, um die Landfrauen zu politischem Engagement aufzurufen. Sie sprach sich in diesem Zusammenhang gegen eine Frauenquote aus: „Mit Muss und Gewalt kommen wir nicht weiter“, meinte sie.

Nie den Mut aufgeben

Keiner könne voraussehen, was das Jahr noch bringen werden, sagte Pater Tassilo von der Erzabtei Ottilien in der Morgenandacht, die vom Landfrauenchor unter der Leitung von Martha Verweinen umrahmt wurde. „Und doch sollten wir uns nicht entmutigen lassen“, gab er den Landfrauen und den Ehrengästen mit auf den Weg. Denn wer sein Leben auf Gott aufbaue, habe eine Zukunft. Gott bringe Licht in die Dunkelheit des Lebens und zeige mit jedem Kind, das geboren wird, dass er seine Schöpfung noch nicht aufgegeben habe. Ein Kind sei Hoffnung und Zukunft und deshalb sei die Freude über ein Neugeborenes meist groß. „Jedes Kind, jeder Mensch hat der Welt etwas zu sagen“, sagte der Pater.

Ob die Freude über ihre Geburt bei ihren Eltern so groß gewesen sei, da sei sie sich nicht so sicher, sagte Gemeindereferentin und Pfarrhaushälterin Theresia Zettler auf ihre trockene Art. „Man hat mich halt genommen.“ In ihrem humorvollen Vortrag „Lebe, liebe, lobe, lache“ schilderte sie, wie sie aus ihrem Glauben Kraft und Orientierung schöpft.

Beim Landfrauentag Gemeinschaft gefeiert

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Sie sprach über ihre Kindheit in einem christlichen Elternhaus auf einem kleinen Bauernhof, auf dem die Arbeit das Leben der Eltern und der sechs Kinder bestimmte und darüber, was es für sie im Alltag heißt, Glauben und Leben zu verbinden. „Beten heißt für mich Reden mit Gott“, sagte sie und erklärte an vielen verschiedenen Beispielen, welche Aufgaben Jesus in ihrem Leben erfüllt, sei es als Tröster, Lehrer, Berater, Zuhörer oder schlicht als Segen. Immer wieder regte sie in ihrem Vortrag ihre Zuhörerinnen und Zuhörer an, darüber nachzudenken, was sie persönlich mit Gott verbinden.

Hauswirtschaft hat Nachwuchs

Glückwünsche von Rita Behl und ihrer Stellvertreterin Marlies Dirr gab es für die neuen Fachkräfte in der Hauswirtschaft im Landkreis Landsberg Friederike Kaindl, Nicole Völk, Veronika Kemser, Claudia Möstl, Cathrin Drexl und Kristina Lechleiter. Feierlich verabschiedet wurden Chorleiterin Martha Verweinen und zwei Gründungsmitglieder des Landfrauenchores. Martha Wiedemann und Hermine Leirer ließen seit 1977 ihre Stimmen im Chor erklingen. Mit Kaffee und Kuchen und Geschichtenerzählerin Martina Sattler, die von Brigitte Schröder an der Harfe begleitet wurde, klang der Landsberger Landfrauentag aus.