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Wertholzsubmission

Historische Spitzenpreise bei Submission erzielt

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Ludwig Holly
am Montag, 21.02.2022 - 05:18

Die Oberland-Wertholzsubmission der WBV Holzkirchen in St. Heinrich war ein voller Erfolg. Anbieter und Bieter waren sehr zufrieden.

St. Heinrich/Lks. Bad Tölz-Wolfratshausen Die Oberland-Wertholzsubmission befindet sich im Aufwind. So wurden in diesem Jahr 658 fm wertvolles Laub- und Nadelholz angeliefert (2021: 517 fm) und auch die Anzahl der Bieter stieg von 48 im Vorjahr auf jetzt 70 an. Zum 24. Mal richtete die WBV Holzkirchen mit Unterstützung durch das AELF Holzkirchen die traditionelle Wertholzsubmission aus.
Vier WBV, die Forstverwaltung München, vier Staatsforstetriebe und der Waldverband Tirol lieferten Stämme an, von 21 Baumarten. Mit 190 fm (2021: 141 fm) war die Eiche am stärksten vertreten, gefolgt von Fichte mit 129 fm (2021: 51 fm) und Bergahorn mit 122 fm (132 fm). Auch seltene Baumarten waren vertreten, wie Apfel, Birne oder Weißdorn. 97 % des Gesamtangebotes konnten vermarktet werden.

Immer mehr regionale Schreinereibetriebe

Die Bieter kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und Frankreich. „Neben den bekannten Furnier- und Sägewerken bieten immer mehr regionale Schreinereibetriebe mit. Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagte WBV-Geschäftsführer Alexander Necker.

Die „Braut“ der Submission, also der Stamm mit dem höchsten Gebot pro Festmeter, war in St. Heinrich wie in allen Jahren zuvor wieder ein Bergahorn. Der Riegelahorn mit 1,18 fm übertraf mit 16 969 €/fm sogar den bisherigen Höchstpreis aller bisherigen Oberland-Submissionen, den 2021 ein Riegelahorn mit 13 700 €/fm erzielt hat.
Dieses Jahr kam der Stamm aber nicht aus Tirol, sondern vom Forstrevier Wessobrunn des BaySF-Forstbetriebs Landsberg a. Lech. Er wurde laut Forstbetriebsleiter Robert Bocksberger im Zuge der nachhaltigen Zielstärkennutzung gefällt. „Wir sind sehr stolz auf die Braut, die zeigt, dass sich eine nachhaltige und gute Waldpflege lohnt“, so Bocksberger. Der 3,90 m lange Erdstamm mit einem Mittendurchmesser von 62 cm war mit einem Preis von 20 023 € auch der teuerste Stamm auf dem Platz.

Spitzenprodukte in der Vermarktung

Auch für einzelne Stämme anderer Baumarten wurden hohe Preise bezahlt, für Walnuss etwa 1775 €/fm, für Eibe 1567 €/fm und für Eiche 1203 €/fm. Einige Nadelholzstämme erzielten ebenfalls Preise, von denen man beim Verkauf an der Waldstraße nur träumen kann, zum Beispiel Lärche mit 1142 €/fm, Fichte mit 625 €/f und Douglasie mit 439 €/fm. Den größten Teil des Submissionsangebotes stellte mit 177 fm wieder die WBV Holzkirchen.

Sehr zufrieden mit dem Ablauf war auch der Leiter des AELF Holzkirchen, Forstdirektor Christian Webert. „Echte Schmankerl regionaler Forstwirtschaft kommen hier in St. Heinrich auf den Präsentierteller“, sagte er. „Ähnlich wie ein Filetstück sind diese Hölzer nicht alltäglich. Das Tagesgeschäft der Holzvermarktung spielt sicher nicht in dieser Liga. Umso mehr ist es ein Genuss, solche Spitzenprodukte in der Vermarktung zu sehen.“