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Ausbildung

Hauswirtschaft: Ein Ausbildungsjahrgang von Besonderheit

Geschafft: 21 Frauen absolvierten den einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft, zur Freude von Schulleiter Dr. Stefan Gabler (l.) und seiner Stellvertreterin Veronika Ostermeier (r).
Antonia Reindl
am Mittwoch, 17.08.2022 - 08:24

Die Landwirtschaftsschule Weilheim verabschiedet 21 Hauswirtschafterinnen.

Eberfing/Lks. Weilheim-Schongau Zwar zitierte Veronika Ostermeier auch den Dalai Lama, als sie ihre 21 Hauswirtschafterinnen verabschiedete. Dessen Zitat könne aber nicht mit den zwei Worten einer Absolventin mithalten, sagte die Vize-Leiterin der Staatlichen Landwirtschaftsschule Weilheim, Abteilung Hauswirtschaft: Diese habe es als „total crazy“ bezeichnet, dass das Semester schon rum sei. Lachen im Saal der Alten Post in Eberfing – ein Insider-Witz, der verrät, dass man sich versteht, trotz vieler Wochen Distanz.

Dieser Jahrgang war besonders: 630 Unterrichtsstunden, 100 Schultage, 21 Monate, vielfältige Fächer – soweit normal für den einsemestrigen Studiengang zur Fachkraft Ernährung und Hauswirtschaft. In dem Fall aber mit viel Onlineunterricht. „Ganze 14 Wochen“, sagte Ostermeier. Nicht alle Praxisabläufe seien „perfekt eingeübt“, dafür sei der Stellenwert des sozialen Miteinanders deutlich zu spüren gewesen. Der Zusammenhalt beeindruckte sie.

Semestersprecherinnen blicken zurück

Einblicke in die vergangenen Monate gewährten die Semestersprecherinnen Michaela Albrecht und Barbara Lutz. Etwa in die Betriebsbesichtigungen, bei denen man Goaßnmilch gekostet habe und „ganz schön viel Bio auf einmal“ begegnet sei.

Im Advent habe man Plätzchen gebacken – online. Auch erzählten sie von Lehrkräften mit schier unendlichem Gartenwissen, um dann Veronika Ostermeier Dank auszusprechen. Wenn sie eine Frage mal nicht beantworten konnte, habe sie sich diese auf einem gelben Zettel notiert.

Am nächsten Tag sei die Antwort gekommen. Dank auch an die ganze Klasse. „21 Frauen auf einen Haufen“, das bedeute nicht immer Einigkeit, verrieten die beiden und hofften, man werde sich wiedersehen.

Zwei Zeugnisse mit der Schnappszahl 1,11

Auf zwei Zeugnissen fand sich die Schnapszahl 1,11: bei Katja Ruhdorfer aus Buchendorf (Lks. Starnberg), die in der offenen Behindertenarbeit tätig ist und lernte, wie viel Wert ein „bissl mehr Liebe in der Arbeit“ haben kann. Und bei Johanna Dreher aus Böbing (Lks. Weilheim-Schongau), für die die Zusatzqualifikation Abwechslung zum Bürojob als Mediengestalterin ist. Weitere Klassenbeste: Anna Sirch aus Peiting und Regina Mair aus Haunshofen (1,33) sowie Maria Mayr aus Habach (1,37).