Agrarblogger

Mit Handy und Mikrofon

Sandra Kalb Portrait 2019
Sandra Kalb
am Freitag, 12.06.2020 - 09:57

Ferkelerzeuger und Vize-Kreisobmann des BBV Gerhard Langreiter setzt unter anderem auf einen Podcast, um die Bauernschaft wieder zu vereinen.

langreiterdbv

Gerhard Langreiter hat Freude am sozialen Netzwerken, sowohl online als auch im wahren Leben. Der 38-jährige Landwirtschaftsmeister ist seit jeher engagiert, zunächst in der Katholischen Landjugendbewegung und mittlerweile als stellvertretender Kreisobmann des BBV im Landkreis Mühldorf am Inn. Seit einigen Wochen gibt es was Neues von ihm, nämlich den Vornerpodcast, der auf der Internetplattform Spotify kostenfrei angehört werden kann. Das Ziel des Ferkelerzeugers ist dabei, über seine tägliche Arbeit am Hof und seine ehrenamtliche Tätigkeit beim BBV aufzuklären. Vor einiger Zeit ging es ihm online auch darum, über die Landwirtschaft selbst aufzuklären - er habe „versucht zu überzeugen“, heute sei das Hauptziel, innerhalb der Bauernschaft „den Zusammenhalt wiederherzustellen“.

Schmarrn der Woche

Moderiert wird die Gesprächsaufzeichnung von seinen beiden Kindern Antonia und Benedikt, gegliedert von den Rubriken Empfehlung der Woche, Schmarrn der Woche, Kürzel der Woche, Thema der Woche und musikalisch begleitet von leichten Melodien am Klavier.

Die Inhalte reichen von Agrarpolitik bis zu Musik- und Medientipps. Für eine Folge von rund 20 Minuten bringt der Landwirt rund vier Stunden auf, zur Konzepterstellung, den Schnitt und schließlich das Hochladen ins Internet. Sein Anliegen ist es auch, herauszustellen dass der BBV „jeder Bauer ist, der sich in die Verbandsarbeit einbringt“.

Langreiter ist bei den Agrarbloggern kein Unbekannter, er hat nach eigener Angabe schon „diverse Sachen ausprobiert“ und etwa das „Bauernwiki“ aufgebaut. Auf blogagrar.de stellt er seine Sichtweise auf das Bauernsterben dar. Aktiv ist er unter seinem Klarnamen Gerhard Langreiter auf Facebook und bei Instagram und twitter ist er als Vornerbauer unterwegs. Unter #samstagskochtpapa postet er Kochvideos. Und dennoch setzt er viel auf Traditionswahrung und soziale Kontakte, so berichtet er dem Wochenblatt von den „großen Persönlichkeiten der Region“, die es nur im „echten Leben“ gibt.

Beim Podcast will er sich überraschen lassen. wohin das ganze führt. Dieses Format hat er gewählt weil er „selbst immer einen Stöpsel im Ohr hat“, erzählt der Schweinebauer.