Bilanz

Guter Lammpreis, unauffälliger Wolf

Gruppenbild Jahreshauptversammlung Schäferverein Ingolstadt
Helga Gebendorfer
am Dienstag, 24.08.2021 - 14:06

Der Schäferverein Ingolstadt zeigt sich bei Jahreshauptversammlung zufrieden. Franz Lachner bleibt der Vorsitzende.

Karlskron/Lks. Neuburg-Schrobenhausen Franz Lachner bleibt weiterhin Vorsitzender des Schäfervereins Ingolstadt und Umgebung. Die Mitglieder bestätigten ihn, wie auch seinen Stellvertreter Alfred Eichhorn, bei der Jahresmitgliederversammlung im Amt.

Im Landgasthaus Haas begrüßte Franz Lachner die Mitglieder des Schäfervereins nach der coronabedingten Zwangspause: „Es freut mich, dass wir heute nach zwei Jahren wieder zusammenkommen und uns austauschen können.“

Feier zum 70. Jubiläum fiel wegen Corona aus

In seinem Rückblick auf die beiden vergangenen Jahre bedauerte Lachner, dass die bewährten Veranstaltungen wie Lammauftrieb und -abtrieb, der Vereinsausflug und die Weihnachtsfeier, aber vor allem das 70-jährige Vereinsjubiläum ausfallen mussten. „Den Schäfern ging es in dieser Zeit nicht schlecht – bis heute“, zog er eine erfreuliche Bilanz.
Zwar machte die Hitze 2020 mit mangelndem Aufwuchs zu schaffen, doch die Lämmerpreise stimmen wieder seit über einem Jahr. So lag der tiefste Lämmerpreis damals sogar bis unter 2 €/kg Lebendgewicht und zog ab Ostern letztes Jahr an bis auf Spitzenpreise bis 3,60 €/kg Lebendgewicht.

Kein Anlass für großes Lamentieren

Auch durch die Aufhebung der Restriktionsgebiete wegen der Blauzungenkrankheit gibt es wieder mehr Freiheiten. „Deshalb können wir nach einer vorherigen, gut einjährigen Durststrecke nicht mehr lamentieren“, sagte der Vorsitzendee.
Aktuelle Informationen brachte Martin Bartl, Geschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer Schafhalter, mit. Demnach gibt es in Bayern aktuell 6246 Betriebe mit 206 500 Mutterschafen. Die standorttreue, relativ unauffällige „Eichstätter Wölfin“ macht das nördliche Vereinsgebiet zum Fördergebiet für Präventionsmaßnahmen.

Erfreulicherweise konnte erreicht werden, dass Bayern Schaf- und Ziegen-Bestände ab 20 Tieren im Alter ab 10 Monaten mit jährlich 30 € pro Tier fördert. Auch Bartl begrüßte, dass derzeit Lämmer und Altschafe sowie Zuchttiere gesucht sind. „Ich hoffe, dass es so bleibt und es sich stabilisiert“, betonte er.