Regionale Erzeugung

Gurken von hier für Rewe

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Helga Gebendorfer
am Montag, 29.07.2019 - 12:35

Einweihung des neuen Gewächshauses der Familie Zollner in Eitting.

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Es war nicht einfach, unser weiteres Standbein zu verwirklichen, doch nun haben wir es geschafft.“ Erleichtert und zufrieden zeigten sich Konrad Zollner und seine Familie bei der Einweihung ihres neuen Gewächshauses mit Tag der offenen Tür. Der Hausherr bedankte sich bei allen Geschäftspartnern, Firmen, Planern sowie Behörden, die bei diesem Bauvorhaben unterstützt bzw. mitgeholfen haben.

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Nach einer Bauphase von einem Jahr ist nun das hochmoderne Gewächshaus der Zollner Gemüsegärtnerei fertig und seit Februar werden bereits Gurken geerntet und vermarktet. Exklusiver Vertriebspartner ist die Rewe Region Süd mit Verwaltungssitz in Eching und Zentrallager in Eitting. Die Gurken werden unter dem Eigenmarken-Label „REWE regional“ vermarktet. Die Rewe Markt GmbH mit mehr als 140 000 Mitarbeitern und über 3600 Märkten gehört zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

Konrad und Gisela Zollner bewirtschaften zusammen mit Sohn Georg und seiner Frau Franziska einen 250 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schwerpunkt Kartoffel- und Feldgemüseanbau. Zudem wird seit 2006 eine Biogasanlage mit 1480 kW betrieben. Die Idee zum neuen Projekt hatte Sohn Johannes, der als gelernter Gemüsegärtner beste Voraussetzungen mitbringt. Der 22-Jährige wird diesen Betriebszweig auch in die Zukunft führen.

Im neuen Gewächshaus, das nach den neuesten Energieeffizienzstandards errichtet ist, wachsen auf einer Produktionsfläche von 2 ha jährlich etwa 2,5 Mio. Gurken nach den Kriterien des staatlichen Gütesiegels „Geprüfte Qualität Bayern“ und dem Regionalfenster. Es sind 20 Mitarbeiter beschäftigt.
Die benötigte Wärme für die Gurken unter Glas wird aus der eigenen Biogasanlage bezogen. Die Versorgung mit Wärme und Strom gewährleistet eine 2,8 km lange Wärmeleitung. Das vom Gewächshaus ablaufende Wasser wird aufgefangen und für modernste Wasser- und Nährstoffversorgung der Gurken wiederverwendet.
Um Abfall in der Produktion zu vermeiden, kommen recycelbare Substrate als Boden zum Einsatz. Die Gurken werden nicht in Folien eingeschweißt, sondern nur mit einer Banderole mit regionaler Auslobung versehen. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird weitgehend verzichtet, zur Schädlingsbekämpfung werden vor allem Nützlinge eingesetzt.
Die Ware der Gemüsegärtnerei geht exklusiv in die 500 bayerischen Rewe-Märkte der Rewe Region Süd. Deren Geschäftsführer Volker Hornsteiner versicherte, dass in der Unternehmensstrategie Regionalität, vor allem bei Obst und Gemüse, einen sehr hohen Stellenwert besitzt. „Nach Tomaten, Paprika und Erdbeeren können wir nun auch GQB-Gurken in unseren Märkten bayernweit anbieten“, so Hornsteiner. Der Geschäftsführer sieht in dieser langfristig eingegangenen Partnerschaft auch ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft.
Zu dem zukunftsweisenden Projekt beglückwünschten die Familie der Erdinger Landrat Bayerstorfer, Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf und Bürgermeister Georg Wiester. „Ihr habt Mut bewiesen und ein hervorragendes Standbein und eine ausgezeichnete Produktionsgrundlage geschaffen“, stellten sie fest und zollten allen Familienmitgliedern Respekt und Anerkennung.

Anschließend hatten die Gäste die Gelegenheit, das moderne Gewächshaus zu besichtigen und sich ein Bild von der Gurkenproduktion zu machen.