Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Bezirksbäuerin Oberbayern

„Es gibt weiter viel zu tun“

Gratulationen nach der Wahl gab es vom (vo. l.) oberbayerischen BBV-Bezirkspräsidenten Ralf Huber, (hi. v. l.) Bezirksdirektor Martin Wunderlich und Landfrauenreferentin Petra Düring für (3. vo. v. l.) die wieder gewählte Bezirksbäuerin Christine Singer, (2. vo. v. l.) ihre neue Stellvertreterin Irmgard Posch sowie (vo. v. r.) die neuen Beirätinnen Stilla Brandl, Maria Lidl und Katharina Kern.
Martina Fischer
am Mittwoch, 07.09.2022 - 17:27

Christine Singer eindrucksvoll als Bezirksbäuerin bestätigt

Sauerlach/Lks. München 94 Stimmberechtigte, 92 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen - ein beeindruckendes Ergebnis. Mit dem wurde Christine Singer als oberbayerische Bezirksbäuerin nachhaltig in ihrer Arbeit bestätigt. Bei den weiteren Positionen im Bezirksvorstand ergaben sich gänzlich Neuerungen.

Nach ihrer eindeutigen Wahl freute sich Singer sichtlich über das Vertrauen, das ihr erneut ausgesprochen wurde. Sie wolle „für unsere oberbayerischen Betriebe das Beste auf den Weg bringen und deren Anliegen weitertragen“. Dabei will die 57-Jährige eine Bezirksbäuerin für alle Mitglieder sein und die Einigkeit im Verband weiter stärken. Die Mutter zweier erwachsener Kinder geht nun in ihre die dritte Amtsperiode. Die Garmisch-Partenkirchener Kreisbäuerin bewirtschaftet einen Haupterwerbsbetrieb mit 50 Kühen und Hackschnitzelheizung mit Fernwärme. Singer ist Hauswirtschaftsmeisterin, Gartenbäuerin und Ernährungsfachfrau.

Als stellvertretende Bezirksbäuerin stellten sich zwei Kandidatinnen zur Wahl. Die bisherige Amtsinhaberin und Freisinger Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer (in Abwesenheit) und die Erdinger Kreisbäuerin Irmgard Posch. Letztere setzte sich mit 82 zu zwölf Stimmen durch. Posch hat zum zweiten Mal das Amt als Kreisbäuerin inne. Die 46-Jährige ist Mutter von vier Söhnen, Hauswirtschaftsmeisterin und hat einen Milchviehbetrieb.

Zu wählen waren auch drei Beirätinnen. Hier erhielt die Rosenheimer Kreisbäuerin Katharina Kern die meisten Stimmen, gefolgt von Maria Lidl (Kreisbäuerin Weilheim-Schongau) und Stilla Brandl (Kreisbäuerin Eichstätt). Alle drei sind neu im Amt. Die gesamte Vorstandschaft ist bis 2027 gewählt.

Auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen „Frauschaft“ freute sich Singer. „Das Gremium ist der größte Impulsgeber für Oberbayern“, versicherte sie mit Hinblick auf die Bezirksvorstandschaft. Dass es für diese immer etwas zu tun gibt, zeigte ihr Rückblick. „Wir haben in den letzten fünf Jahren trotz Corona-Delle viel geschafft. Darauf bin ich stolz“, erklärte Singer. Viele Aktivitäten waren auf die Öffentlichkeitsarbeit gerichtet, etwa die Eröffnung der Biergartensaison, das Angrillen in einzelnen Kreisverbänden, die Teilnahme beim Rewe-Family-Day auf der Theresienwiese, ein Stand auf der Bauernmarktmeile und die „Schule für ’s Leben“, um den Nachwuchs anzusprechen. Wichtig sei auch eine Teilnahme am Klimastreik gewesen. Andere Demonstrierende seien darüber ganz verwundert gewesen und man konnte ins Gespräch kommen. „Wir haben gezeigt, dass wir nicht die Verursacher der Klimaproblematik sind, sondern Teil der Lösung“, freute sich Singer über den Erfolg der Aktion. Aber auch Verbandsintern sei einiges durchgeführt worden, etwa Sommer- und Winterarbeitstagungen oder Medientrainings.