Konferenz

Erträge hängen auch von der Bodengesundheit ab

Boden
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Redaktion Wochenblatt
am Montag, 07.06.2021 - 11:28

Michael Horsch referiert bei der Onlinekonferenz des BBV-Öko-Arbeitskreises Oberbayern. Im Fokus standen Herausforderungen der Zukunft für die Landwirtschaft.

Freising „Herausforderungen der Zukunft für die Öko beziehungsweise konventionelle Landwirtschaft“ war das Thema eines Online-Abends, zu dem Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber knapp 60 interessierte Teilnehmer begrüßte. Als Referent für die Veranstaltung des BBV-Öko-Arbeitskreises Oberbayern, des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Oberbayern und der Ökomodellregion Ampertal konnte Michael Horsch von der Horsch Maschinen GmbH in Schwandorf gewonnen werden. Beim Einspielen des Geburtstagsklassikers von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren fängt das Leben an“ für das Geburtstagskind Rupert Staudhammer kam es noch zu kleineren technischen Schwierigkeiten, später funktionierte die Technik problemlos.

Anja Eckmüller moderierte den Vortragsabend, der von Justus Liebig und den Anfängen des landwirtschaftlichen Versorgungsauftrags hin zu den neuen Herausforderungen und vielleicht einem neuen Gesellschaftsauftrag ging. Währenddessen war die Aufmerksamkeit der Teilnehmer sehr groß. Wichtige Themen waren „carbon farming“ und die Kompostierung. Das Land Brasilien ist laut Horsch auf dem Vormarsch, „die Jungs reißen richtig an mit Chemiefrei, Humusaufbau und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“. BBV-Bezirksbäuerin Christine Singer zeigte sich davon überzeugt, dass die Landwirtschaft zusammen mit der Landesanstalt für Landwirtschaft super aufgestellt sei, um an den Zukunftsthemen zu arbeiten.

Hybride, regenerative Landwirtschaft

Horsch hat die Vision einer hybriden, regenerativen Landwirtschaft, bei der die Vorteile von biologischer und konventioneller Landwirtschaft sowie Chemie und mechanischer Bodenbearbeitung zusammengeführt werden. Die Wirkstoffe der heutigen Pflanzenschutzmittel seien sehr umweltschonend. Der Boden und die Bodengesundheit seien entscheidend für gute Erträge. Der Mensch mit seinem Grundbedürfnis nach einem gewissen Luxus müsse bestrebt sein, an Kompromissen mit der Natur zu arbeiten.

Rupert Staudhammer, Bezirksvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ELF) Oberbayern, äußerte seine Sorge über die Ressourcen in Russland, die den heimischen Markt belasten könnten. Zudem sieht er nicht die Erzeuger als Ursache für Ernährungsprobleme, sondern die Ernährungsgewohnheiten. Er sagte: „Die Landwirtschaft muss jetzt wieder vor die Welle kommen!“

Artikel auf Basis einer Pressemitteilung (ELF Bezirk Oberbayern).