Ausbildung

Erst die Arbeit, dann das Zeugnis

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Externer Autor
am Mittwoch, 12.08.2020 - 12:20

Zum Abschluss des Sommersemesters an der Landwirtschaftsschule Holzkirchen bekamen die Studierenden ihre Zeugnisse von Schulleiter Rolf Oehler und Semesterleiterin Elisabeth Kitzeder auf der Kleintiefental-Alm bei Geitau überreicht.

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Zuvor mussten die jungen Landwirte jedoch kräftig anpacken: Es galt, die Almflächen von unerwünschtem Aufwuchs zu befreien, zu schwenden. „Es geht nicht darum, alles zu beseitigen – es geht darum die Weideflächen offen zu halten und gleichzeitig Lebensraum für viele Pflanzenarten und Wildtiere zu erhalten“, so Johann Stöckl, Leiter des Fachzentrums für Almwirtschaft. Die Latschenfelder wurden stehen gelassen, um Birkhühnern ausreichend Deckung zu bieten.

Die Kleintiefental-Alm wird von den Landwirten Andreas und Sebastian Gschwendtner bewirtschaftet und ist von Juni bis September das Sommerquartier für etwa 80 Jungtiere. Das Versorgen der Tiere sei die Hauptaufgabe des Almpersonals, so Barbara Grabichler, Studierende im Sommersemester und Almerin auf der Kleintiefental-Alm.
Der Dialog zwischen Landwirten, Naturschutz und Touristen sei von enormer Bedeutung um die verschiedenen Interessen in den Bergen zu vereinen“, sagte Florian Bossert, der seine Aufgabe als Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge vorstellte.Wo zusammengeholfen wird, da kann man etwas bewegen. Nach der schweißtreibenden Schwendarbeit, den fachlichen Informationen „Schule auf der Alm“ und Zeugnisverteilung wurden die Studierenden bis zum Beginn des dritten Semesters in die unterrichtsfreie Zeit entlassen. Bereits am 8. Oktober 2020 beginnt in Holzkirchen wieder ein Praxissemester zur Vorbereitung des Schulbeginns im Herbst 2021.