Austausch

Entstandene Gräben gemeinsam zuschütten

Austausch Bund Naturschutz und BBV in Oberbayern
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Redaktion Wochenblatt
am Freitag, 22.10.2021 - 07:08

Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident trifft sich mit dem Bund Naturschutz zum agrarpolitischen Gedankenaustausch. Im Fokus sind gemeinsame Anliegen.

Allershausen / Lks. Freising - Zum agrarpolitischen Gedankenaustausch hat Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber Vertreter des Bund Naturschutz eingeladen. Auf seinem Hof in Allershausen im Landkreis Freising diskutierte er unter anderem mit dem BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner das BBV-Papier „Landwirtschaft 2040 in Bayern“.

Huber sagte dem Wochenblatt: „Es war ein sehr positives Gespräch. Es sind ganz viele Gemeinsamkeiten da, auch wenn wir nicht in allen Punkten zusammenpassen.“ Der Grundstein für weitere Gespräche sei gelegt. Auch der Bund Naturschutz erklärte in einer Presseerklärung, es herrsche Einigkeit mit dem BBV darüber, „dass die Suche nach gemeinsamen Positionen wichtig ist und entstandene Gräben zwischen ‚Naturschutz und Landwirtschaft‘ in beiderseitigem Interesse zugeschüttet werden sollten“. Ein zweites Gespräch hat bereits stattgefunden und weitere sind in Planung.

In welche Richtung soll es nach Hubers Ansicht für den BBV gehen? Diese Frage stellte das Wochenblatt dem oberbayerischen BBV-Bezirkspräsidenten Ralf Huber in einem Interview. Huber sagte im Gespräch: „Ich will mit allen ins Gespräch kommen, mit allen Parteien, allen NGOs. Greenpeace, der LBV, die AbL, der Bund Naturschutz, alle waren schon bei mir auf dem Hof. Wir reden und merken ganz oft, dass wir eigentlich das Gleiche wollen: Wir sind gegen das Mercosur-Abkommen und Flächenverbrauch, für Klimaschutz. Wir haben auch viele Unterschiede, aber ich möchte über das reden, wo wir zusammenarbeiten können. Dann wächst das Verhältnis. Dann kann man sich auch mal anrufen und sagen, das ist Mist, was ihr sagt und gegenseitig erklären, warum."

Das gesamte Interview finden Sie hier.

Ralf Huber, 54, bewirtschaftet in GbR mit seinem Sohn, 31, einen ökologischen Ackerbaubetrieb mit 180 ha in Oberallershausen/Lks. Freising. Sein Vater stellte nach der Wende auf Biokälber-, dann auf Bioschweinemast um. Huber selbst setzt seit 1994 auf Getreide (Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer, Soja, Erbse), Lohntrocknung und Lohnlagerung, vermehrt Saatgut u. a. im Naturlandverband und beliefert die Münchner Hofpfisterei. (hb/phs)