Tourismus

Endlich eine Perspektive

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Anton Hötzelsperger/ak/phs
am Dienstag, 11.05.2021 - 08:58

Die Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof übergibt ein Forderungspapier an den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner.

Rosenheim Im Freistaat sollen ab Pfingsten in Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder Urlaubsreisen möglich sein. Das hat das Kabinett vergangenen Dienstag beschlossen. Demnach sollen auch Ferienwohnungen wieder für Gäste öffnen dürfen (mehr zum Thema lesen Sie hier). Auch für die Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof bedeutet das nun eine Perspektive. Genau diese hatten Vertreter der Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof (UadB) Chiemsee-Wendelstein in einem offenen Brief und mit einem Forderungskatalog des Landesverbandes UadB kürzlich eingefordert.

Vorsitzender Paul Arnold und Sabine Bauer von der UadB-Mitgliederbetreuung haben den offenen Brief noch vor Söders Entscheidung an den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner (CSU) übergeben und dabei auch den Stellenwert von Urlaub auf dem Bauernhof für die gesamte Region und den Tourismus in Bayern unterstrichen. Grund für diese Aktion sei, wie Paul Arnold und Sabine Bauer bei der Übergabe an den Abgeordneten deutlich machten, die herbe Situation bei den bäuerlichen Vermietern und das zunehmende Unverständnis für Corona-Einschränkungen.

Enorme Bedeutung für die Region

„Unsere Anbietergemeinschaft hat derzeit insgesamt 112 Mitglieder, davon 105 Aktive mit durchschnittlich 3,11 Ferienwohnungen. Fast alle lassen sich vom Deutschen Tourismusverband alle drei Jahre klassifizieren, investieren regelmäßig in Qualität und können dann auf Werbeplattformen von der Anbietergemeinschaft exklusiv vertreten werden“, erklärten die Rosenheimer UadB-Vertreter dem tourismuspolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, der auch Präsident des Tourismusverbandes Oberbayern-München ist. Nach dem Dialog zeigten sich Paul Arnold und Sabine Bauer zufrieden. Sie erklärten: „Wir haben auch die enorme Bedeutung von UadB für die Region angesprochen.“

Ein besonderes Argument sei, „dass auch die Gastronomie von unseren Gästen zu 100 % profitiert, ohne dass die Wirte Geld für Werbung ausgeben müssen. Nur mit Einheimischen, ohne auswärtige Gäste, gäbe es in unserer Region sicherlich nicht mehr so viele Gaststätten.“ Das Gleiche gelte für die Freizeitanbieter wie Bergbahnen, genauso wie der indirekte Umsatz für Handwerksbetriebe. Gerade Ferienwohnungen würden viele Voraussetzungen für Corona-Schutzmaßnahmen bieten.

Rückendeckung vom Landtagsabgeordneten

Für den Abgeordneten ist die touristische Angebotsform UadB von hoher Bedeutung. Er sagte: „Urlaub auf dem Bauernhof ist von zentraler Wichtigkeit für den oberbayerischen Tourismus und für die Region Chiemsee-Alpenland.“ Natürlich wolle der Freistaat auch in diesen schwierigen Zeiten die Belange der Vermieter berücksichtigen.

Wie Paul Arnold und Sabine Bauer weiter erläuterten, beherbergen die 112 Mitglieder der Gemeinschaft rund 210 000 Urlauber im Jahr, daraus lässt sich ein Umsatz von ca. 7,1 Mio. € im Jahr errechnen (im Durchschnitt werden 35 € je Person in einer Ferienwohnung und 20 € je Person im Zimmer angenommen).