Wiedervernässung

Donaumoos soll renaturiert werden

200 Millionen Euro beabsichtigt der Freistaat in den Moor- und Klimaschutz des Donaumooses zu investieren. Markus Söder gab nun den Startschuss. Landwirte protestierten und fürchten um ihre Existenz.

am Dienstag, 04.05.2021 - 19:57
Positionspapier zum Donaumoos
Donaumoos
Walter Heidl und Kaniber
Markus Söder Moosberg
Landrat Peter von der Grün
Markus Söder auf dem Moosberg
Moorschutz in Langenmosen
BBV-Präsident Walter Heidl
Umweltminister Glauber auf dem Moosberg
Markus Söder in Langenmosen
Pressekonferenz auf dem Moosberg
Markus Söder in Langenmosen
Spargelkorb auf dem Moosberg
Matthias Enghuber und Roland Weigert
Pressetermin Moorschutz in Langenmosen
BBV-Präsident Walter Heidl
Walter Heidl und Roland Weigert
Moorschutz Langenmosen

Moore sind Kohlenstoffdioxid- und Wasserspeicher. Nun investiert der Freistaat Bayern 200 Millionen Euro in den Moor- und Klimaschutz des Donaumooses. Das Donaumoos in Oberbayern südöstlich von Ingolstadt zählt mit knapp 13.000 Hektar organischen Böden und Torfmächtigkeiten von teilweise über 4 Metern zu den bedeutsamsten Niedermooren in Bayern. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Ortsbesuch betonte, es sei das Ziel, langfristig jährlich rund 400.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid einzusparen. Mit der Bevölkerung und den Landwirten soll die Kohlenstoffdioxid-Speicherung des Moores verbessert werden.

An dem Ortsbesuch nahmen neben Ministerpräsident Söder auch Umweltminister Thorsten Glauber (FW), Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU), BBV-Präsident Walter Heidl und BBV-Kreisobmann Ludwig Bayer teil.

Die Landwirtschaft ist Teil der Lösung

Bauernpräsident Walter Heidl erklärte, dass beim Klimaschutz die Landwirtschaft Teil der Lösung sei. Das Donaumoos sei nicht nur das größte Niedermoor in Süddeutschland, sondern auch Grundlage der Landwirtschaft in der Region. „Bevor es in die Umsetzung geht, braucht es die für praxistaugliche Konzepte nötige wissenschaftliche Begleitung und vor allem einen Dialogprozess mit den Menschen vor Ort, insbesondere mit den betroffenen Eigentümern und Bewirtschaftern“, erklärte Heidl. Der Schlüssel zu mehr Klimaschutz sei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. „Hier darf nicht über die Köpfe der Menschen und der Bauernfamilien hinweg entschieden werden, sondern es braucht wirtschaftlich nachhaltige Zukunftsperspektiven.“ Bauernland müsse in Bauernhand bleiben.

Ministerpräsident Markus Söder erklärte, dass die Landwirtschaft auch inhaltlich „eine ganz zentrale Rolle bei diesem Klimawandel“ spiele. Die Rede des Ministerpräsidenten begleitete ein Hubkonzert von knapp 70 protestierenden Landwirten.