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Öffentlichkeit

Dialog am Marienplatz

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Carmen Vitzthum
am Donnerstag, 12.03.2020 - 07:36

Der Herrschinger Grundkurs informierte Verbraucher über die vielseitige, bayerische Landwirtschaft.

München Vier Grad war es kalt, es stürmte und regnete auf dem Münchner Marienplatz – trotz Kälte und Sturm informierten und diskutierten am vergangenen Montag die 61 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 126. Herrschinger Grundkurses mit Passanten über die bayerische Land- und Hauswirtschaft. An sieben Infoständen gaben sie einen Überblick über die landwirtschaftlichen Bereiche: regionale Nahrungsmittel, Pflanzenbau, Tierwohl und Tierhaltung, Agrarpolitik und Bauerndemos, Naturschutz, Beruf(ung) Landwirt und Energieproduktion.

Komm her, red’ mit

Unter dem Motto „Komm her, red’ mit: Junge Landwirtschaft im Dialog“ gingen die Grundkursler gezielt auf Verbraucher zu. Ihr Ziel war es, ihnen die Landwirtschaft näher zu bringen. Grundkursteilnehmer Michael Fuchs begründete dies: „Die meisten haben keinen Einblick in die Landwirtschaft“. Auf der anderen Seite wollten auch die Junglandwirte hören, was die Verbraucher gerade bewegt. Als zusätzlichen Anreiz, Fragen zu stellen, trugen einige Schilder mit dem Aufdruck „Zum Dialog“ am Körper. Weitere Aufmerksamkeit erzeugte ein Schlepper inmitten der Infostände. An ihm war ein großes Schild mit dem Motto der Aktion befestigt. Am Infostand „Nahrungsmittel aus Bayern“ konnten Besucher regionale Lebensmittel probieren. Die Produkte stammten alle von den Betrieben der Grundkursler. Beim Pflanzenbau erklärten die Junglandwirte beispielsweise den Weg verschiedener Feldfrüchte von der Aussaat bis zur Ernte. Am Stand über die Ausbildung in den grünen Berufen informierten die Teilnehmer auch über die Weiterbildung zur Dorfhelferin.

Mit kritischen Stimmen gingen die jungen Landwirtinnen und Landwirte professionell um: „Wir versuchen mit unserem Fachwissen bestmöglichst aufzuklären“, erklärte Fuchs. Er gab aber auch zu, dass man nicht jeden überzeugen könne. Dem Grundkurs war wichtig, dass die Aktion nicht zur Demonstration wird. Das Gespräch mit Verbrauchern sollte im Vordergrund stehen.