Austausch mit der Politik

Corona macht es nicht leichter

Online-Abgeordnetengespräch_sas
BBV Altötting
am Dienstag, 01.12.2020 - 07:19

BBV Altötting bespricht sich digital mit dem CSU-Abgeordneten Martin Huber. Dieser ist für längere und flexiblere Arbeitszeiten in Schlachteinrichtungen.

„Die Betriebsführung auf den Höfen geht unvermindert weiter und durch die Pandemie sind neben den ohnehin schon hohen Auflagen und Vorschriften weitere Erschwernisse hinzugekommen“, sagte BBV-Kreisobmann Anton Föggl bei einer digital durchgeführten Kreisvorstandssitzung des BBV Altötting.
Er spielt damit auf die brisante Situation in Schlachthöfen an: Aufgrund von Coronafällen in den Schlachthöfen werden diese geschlossen. In der Zerlegung und Verarbeitung fehlen vorwiegend osteuropäische Mitarbeiter.
Daher können vor allem Schweine nicht geschlachtet werden, wachsen in den Ställen weiter, wo sie Fett einlagern. „Das bringt Preisabzüge in der Vermarktung“, macht Föggl deutlich. Und weiter: Die bereits geborenen Ferkel können nicht in die Schweineställe, weil diese noch besetzt sind. Erleichterung verspricht sich der Abgeordnete durch längere und flexiblere Arbeitszeiten in den noch offenen Schlachteinrichtungen. Dafür wolle er sich in den Ministerien stark machen, versprach Martin Huber.

Strukturbruch befürchtet

Das Thema Schweinehaltung beschäftigt auch Kreisbäuerin Maria Reichenspurner. Hier ist es nicht das Coronavirus, sondern die Afrikanische Schweinepest, die zu Marktverwerfungen führt – etwa kam die Exportvermarktung nach China wegen dieser Krankheit zum Erliegen.
Im Milchsektor befürchten die Bauern zahlreiche Betriebsaufgaben und damit einen Strukturbruch, wenn die Molkereien Milch aus Anbindehaltung künftig nicht mehr abnehmen sollten.
Regional bedeutsam ist die bevorstehende Erneuerung der 380 kV-Leitung von Pirach nach Pleinting durch die TenneT TSO GmbH. Huber zufolge sollen hierzu vorwiegend staatliche Flächen genutzt werden.