Energie

Betrieb Schaller wurde ausgezeichnet

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BLW
am Dienstag, 02.03.2021 - 18:03

Als besonders energieeffizient wurde ein Schwiftinger Familienbetrieb von LandSchafftEnergie mit einem Hoftorlabel ausgezeichnet. Schallers setzen auf Milchvieh und selbsterzeugte Energie mittels Photovoltaik.

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb von Alexander Schaller aus Schwifting darf zu Recht stolz sein. Er wurde als zweiter Betrieb in Oberbayern mit der Auszeichnung „Energieeffizienz in der Landwirtschaft“ vom LandSchafftEnergie-Team am Landwirtschaftsamt Ingolstadt geehrt. Das Hoftorlabel wurde für die durchgeführten Energieeinsparungs- und Effizienzmaßnahmen verliehen.

Bei dem Schwiftinger Labelträger handelt es sich um einen Milchviehbetrieb mit 85 Milchkühen. Durch den Einsatz einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) und einer modernen Milchvorkühlung wird dort eine erhebliche Energiemenge selbst erzeugt und eingespart. Gleichzeitig wurden Betriebskosten gesenkt und CO2-Emissionen vermieden. Die umgesetzten Maßnahmen sind damit für den Landwirt nicht nur energetisch und klimatechnisch sondern auch wirtschaftlich interessant. Für den Verbraucher ergibt sich ein zusätzlicher Mehrwert durch energieeffizient erzeugte Produkte.

Insgesamt hat die PV-Anlage der Familie Schaller eine installierte elektrische Leistung von 6,2 kWp. Damit erzeugt und verbraucht die Landwirtschaft pro Jahr etwa 5500 kWh Strom selbst. 80 % der Energie werden selbst verbraucht. Weitere 1.375 kWh werden pro Jahr in das Stromnetz eingespeist. Die Energie wird lokal erzeugt und die Energiekosten gesenkt. Zusätzlich wird Strombezug aus Kohle- oder Kernenergie vermieden.

Energiekosten prüfen lohnt sich immer

Ein weiterer großer Teil zur Vermeidung von CO2 und zur Einsparung fossiler Energien wird durch den Einsatz der Milchvorkühlung erreicht. Mit der Maßnahme werden jährlich 6000 kWh eingespart. Die Installationskosten amortisieren sich innerhalb von 2 Jahren. Beim Einsatz eines Rohrkühlers werden ca. 1 l Leitungswasser (11°C) benötigt, um 1 l Milch von 33 auf 16 °C zu kühlen. Dies entspricht in etwa einer Temperaturabsenkung von 50 % vor der anschließenden Kühlung im Milchtank.

Auf jedem Betrieb sind große oder kleine Einsparpotenziale vorhanden. Es lohnt sich also immer, den Energieverbrauch des eigenen Betriebs zu durchleuchten. Oftmals sind Energieeffizienzmaßnahmen mit einer merklichen Kosteneinsparung für die Landwirtschaft verbunden und ohne übermäßigen Aufwand realisierbar. Zudem machen Förderprogramme entsprechende Optimierungen noch attraktiver, so dass sich, nach einer Abwägung von Kosten und Nutzen, eine Investition bereits nach wenigen Jahren lohnen kann.

Kostenfreie Beratung durch LandSchafftEnergie

LandSchafftEnergie bietet kostenfreie Beratung zu Fragen rund um die Energiewende und unterstützt im Rahmen eines Energiechecks landwirtschaftliche Betriebe bei der Energieeinsparung und bei der Effizienzsteigerung. Ansprechpartner im nördlichen Oberbayern sind Katharina Gallenberger und Michael Huth am Landwirtschaftsamt Ingolstadt.

Weitere Ansprechpartner für andere Regionen Bayerns sind unter https://www.landschafftenergie.bayern einsehbar.