Interview

BBV-Bezirkspräsident fordert Entnahme von Wölfen

Interview mit Ralf Huber vom BBV

Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber fordert ein Umdenken in der Wolfspolitik. Wenn es notwendig ist, müssten Wölfe auch entnommen werden können.

am Donnerstag, 30.09.2021 - 14:34

BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber im Wochenblatt-Interview zur Wolfsproblematik.

München - „Wir wollen den Wolf entnehmen, wo es notwendig ist“, fordert Ralf Huber, BBV-Bezirkspräsident von Oberbayern. Im Wochenblatt-Interview erklärt er, warum ein Umdenken in der Wolfspolitik notwendig ist und ruft die Landwirte auf, sich am Samstag, 2. Oktober 2021, an der Demonstration „Ausgebimmelt? Gemeinsam für den Schutz der Weidetiere“ (Odeonsplatz, ab 10 Uhr) zu beteiligen.

„Wir wollen weiterhin Weidetierhaltung betreiben können. Dazu müssen wir dem Wolf lernen, nicht da zu sein, wo unsere Tiere sind“, sagt Huber. Durchziehende Wölfe seien nicht das Problem. „Aber wenn ein Rudel standorttreu ist und sich auf unsere Tiere spezialisiert, müssen wir etwas unternehmen können.“ Die bestehenden Herdenschutzmaßnahmen hält Huber nicht für ausreichend, um den Weidetierhaltern die Sicherheit ihrer Tiere zu gewährleisten.

Für 2020 wurden deutschlandweit 942 Wolfsübergriffe auf Nutztiere an die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) berichtet.