Vermarktung

Bauern zu Gewinnern machen

echterding
Sandra Kalb Portrait 2019
Sandra Kalb
am Mittwoch, 25.11.2020 - 11:08

In der vergangenen Woche ging die Erdinger Regionalmarke „echt erding“ online. Sie will unter anderem Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus herausstellen.

Im Kreis Erding gibt es neuerdings einen „digitalen Marktplatz“, der die Vielfalt der Erzeugung im Landkreis vorstellt und über den diese Produkte vermarktet werden können. Für Landrat Martin Bayerstorfer eine „coronatrotzende Vermarktung“, für Marcus Pöllinger aus dem BayWa-Vorstand der „nächste logische Schritt“, wolle man doch Landwirte zu Gewinnern der Digitaliserung machen.

Landwirte können sich vorstellen

Am Donnerstag vergangener Woche ging die Homepage der Regionalmarke „echt erding“ online: Hier können sich Vertreter von Landwirtschaft, Handwerk, Tourismus, Dienstleistung und Versorgung vorstellen, die Seitenbesucher gelangen weiter zu einem Onlineshop der bisher 13 Partner der Regionalmarke.

Was diesen Onlineshop bisher von anderen unterscheidet: die bestellten Waren werden zwar online im Voraus bezahlt, werden aber (noch) nicht geliefert. Der Lieferservice soll im kommenden Jahr etabliert werden, erklärt Andreas Alber von der BayWa. Das Unternehmen pflegt den Onlineauftritt der Regionalmarke, betreut unter anderem die Rechtskonformität der angebotenen Lebensmittel, etwa bei notwendigen Angaben bezüglich des Lebensmittelrechts und hat den Datenschutz im Auge.
Biogeflügel, Wildgulasch und Handarbeit: Über 100 Produkte kann man im Shop kauften, erklärt die begeisterte Projektleiterin Gabriele Schadow. Und es seien noch viele potenzielle Partner auf ihrer Warteliste, Partner die „echt erding“ sind. Für jeden Erzeuger, der sich an der patentierten Regionalmarke beteiligen will, fallen 90 € Lizenzgebühr an.

Vorstoß für regionale und saisonale Lebensmittel

Schadow arbeitet für das Landratsamt Erding, das bislang im Impressum der „echt erding“-Homepage steht. Eine Vereinsgründung ist nach wie vor geplant, versicherte der Landrat. Grund für den Aufschub seien die coronabedingten Kontaktbeschränkungen. „Wir wollten nicht abwarten, bis ein Verein gegründet wird.“

Einen Vorstoß für mehr regionale und saisonale Lebensmittel bei der Außer-Haus-Verpflegung wagte in dem Zusammenhang der Erdinger CSU-Kreisverband laut Süddeutscher Zeitung. Neben den Bestimmungen von GQ – geprüfte Qualität Bayern – und dem bayerischen Biosiegel solle man den Radius noch weiter begrenzen und künftig in Ausschreibungen auch echt erding-Produkte als Kriterum vorgeben.

https://www.landkreis-erding.de/freizeit-tourismus/regionale-marke-echt-erding/