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Abschluss

Ausbildung: Das Heft in der Hand

Oberbayern
Sandra Kalb Portrait 2019
Sandra Kalb
am Mittwoch, 04.12.2019 - 08:37

127 neue Landwirtschaftsmeister in Oberbayern wurden feierlich von der Regierung von Oberbayern verabschiedet. Erstmals erfolgte dabei die Meisterpreisverleihung für die 20 % notenbester Absolventen.

Ein Oberbayern ohne Landwirte ist nicht denkbar“, sagte die oberbayerische Regierungspräsidentin Maria Els bei der Eröffnung der oberbayerischen Meisterfeier in Fürstenfeldbruck. Größten Respekt habe sie vor den Landwirten, wird ihr Lohn doch von Faktoren bestimmt, worauf sie keinen Einfluss haben.

Und doch: Die 127 neuen Landwirtschaftsmeister, darunter fünf Damen, haben sich entschieden, „das Heft in der Hand zu behalten“. Eine Reihe von Grußwortrednern gratulierte dem Branchennachwuchs. „Der Meistertitel ist ein Gipfel der landwirtschaftlichen Ausbildung“, sagte Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair, gab jedoch zu bedenken, dass das Lernen immer weiter geht, etwa in der Persönlichkeitsbildung. „Wir müssen mit der Gesellschaft die neuen Wege mitgehen.“, sagte er.

OberbayernGlückwunsch: Neue Landwirtschaftsmeister aus den Landkreisen Eichstätt, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg, Miesbach, Mühldorf und München.

„Bildung braucht Zeit“, motivierte auch Hans-Jörg Steinberger vom Verband Landwirtschaftlicher Meister die Absolventen, sich weiterzubilden. Auch als Meisterprüfer könne man sich engagieren, sagte Stefan Sedlmair, Prüfungsausschussvorsitzender für Oberbayern West. Er dankte Franz Nowotny und Albert Balser für ihre Hilfe beim Aufbau der „neuen oberbayerischen Prüfstruktur“. Aus dem Prüfungsausschuss wurden Michael Bogner und Anton Wörle verabschiedet. 

Die Festrede hielt ein „Meister der klaren Worte“, wie die Regierungspräsidentin den ehemaligen Landtagspräsidenten Alois Glück bezeichnete. Er forderte die jungen Meisterinnen und Meister. auf „zu handeln und nicht zu jammern“. Der Schlüssel sei es, bereit zu sein, anderen zuzuhören. 

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Ministerialrat Dr. Michael Karrer gab Einblick in die künftige Bildungsarbeit in den landwirtschaftlichen Fachschulen: Unter anderem sind Diskussionsrunden der Landwirtschaftsschüler mit Gymnasiasten geplant. Weiter werden laut Karrer„sensible Punkte“ des Volksbegehren Artenvielfalt in die Lehrpläne integriert. „Netzwerken ist so wichtig“, forderte er die Absolventen dazu auf, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Besondere Würdigung gab es für die 25 besten Absolventen: Ihnen wurde von Karrer der Meisterpreis verliehen. Die drei Jahrgangsbesten sind Maximilian Gottschall (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Notenschnitt 1,0), Christoph Schamberger (Landkreis Landsberg am Lech, Notenschnitt 1,16) und Matthias Neumair (Landkreis München, Notenschnitt 2,21). Mit 21 Absolventen bringt die Landwirtschaftsschule Rosenheim heuer die höchste Zahl neuer Meister hervor. 

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