Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Berufsausbildung

Almakademie geschafft!

Der 15. Jahrgang de Akademie für Land- und Almwirtschaft in Traunstein: Die stolzen Absolventen hier mit ihren Lehrkräften und mit Amtsleiter Alfons Leitenbacher (1. R. 2. v. l.).
Monika Konnert
am Dienstag, 20.09.2022 - 08:22

22 Teilnehmer legten die Abschlussprüfung im Juli ab, bis auf einen haben alle bestanden.

Traunstein Mit der Abschlussfeier im Sailer-Keller in Traunstein endete für die 26 Teilnehmer des 15. Jahrgangs der Akademie für Land- und Almwirtschaft Südostoberbayern (SOLA) eine intensive Zeit des Lernens auf dem zweiten Bildungsweg, neben dem Beruf. 22 Teilnehmer legten die Abschlussprüfung im Juli ab, bis auf einen haben alle bestanden.

Zweiter Bildungsweg

Die 21 Männern und fünf Frauen kamen aus allen möglichen Berufen, aus den Landkreisen Traunstein (18), Berchtesgadener Land (6) und Rosenheim (2). Martina Heilmann-Huber, die die SOLA betreut, begrüßte mit Alfons Leitenbacher, Leiter des AELF Traunstein, die Absolventen. „Euer Einsatz hat sich gelohnt“, sagte er. Auch wenn vieles für die Landwirte komplizierter werde, die Grundlagen der biologischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge änderten sich nicht und die kleinstrukturierte Landwirtschaft werde zunehmend gebraucht. Laut Martina Heilmann-Huber hatten sich einige der Absolventen schon 2016 für die SOLA angemeldet. Dieser Tage stehen bereits 124 Bewerber auf der Warteliste.

Betriebe weiterführen

65 % des Jahrgangs wollen ihre landw. Betriebe im Nebenerwerb, 35 % im Haupterwerb führen. Dies entspreche genau den Verhältnissen, wie sie der Bayerische Agrarbericht für ganz Bayern angibt, so Heilmann-Huber. Interessant sei, dass es sich diesmal bei den meisten um Milchviehbetriebe handle. Milchviehhaltung im Nebenerwerb ist erst durch die Veränderung der außerlandwirtschaftlichen Arbeitswelt möglich, z. B. durch Teilzeitmodelle.

Das Unterrichtsangebot bei der SOLA umfasst ca. 370 Unterrichtsstunden: zwei Blöcke mit ganztägigem Unterricht über sieben Wochen werden, ergänzt durch einzelne Praxistage sowie ein Prüfungsvorbereitungsseminar. Es sei nicht einfach, die Zeit dazu zu finden neben Hauptberuf und Familie, sagte Heilmann-Huber. „Gerade heute, wo der Wind den Landwirten immer stärker entgegenbläst, braucht es viel Wille und Engagement, um sich auf die Übernahme der elterlichen Betriebe vorzubereiten“, sagte sie. Die jungen Leute haben beides bewiesen.