Ausbildung

„A hoibs Jahr fürs Lebm“

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Externer Autor
am Mittwoch, 22.07.2020 - 08:08

20 neue Fachkräfte für Ernährung und Hauswirtschaft in Holzkirchen verabschiedet.

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Die Landwirtschaftsschule Abteilung Hauswirtschaft Holzkirchen ist sehr gefragt – auch in Coronazeiten. Die 20 Absolventinnen wurden diesmal im kleinen internen Kreis aus Studierenden und Lehrkräften verabschiedet.

„A hoibs Jahr fürs Lebm“ hatten die Studierenden zu Beginn des Semesters auf die Rückseite ihres Klassen-T-Shirts geschrieben – das sagt einiges über die Beweggründe der Studierenden aus.

Die jungen Damen hatten zum Erreichen ihres Ziels – dem Abschluss als Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung – einiges auf sich genommen: Nach früheren Ausbildungen und der Arbeit in ihren verschiedenen Berufen entschlossen sie sich noch einmal die Schulbank zu drücken – für 660 Unterrichtsstunden in einem halben Jahr Vollzeit.

Fotos vom Lernfortschritt

Diesmal waren sie mit einer zusätzlichen Anstrengung konfrontiert: Ab Mitte März hatten sie wegen der coronabedingten Schulschließung in sechs Wochen Fernunterricht viele Arbeitsaufträge zuhause zu erledigen.

In Fotodokumentationen, z. B. von selbst hergestellten Festessen oder jahreszeitlicher Dekoration, überzeugten sich die Lehrkräfte vom Lernfortschritt der Studierenden.

Als Abschlussklasse war Ende April ein Wiederbeginn unter strengen Hygienekonzepten und getrennter Gruppenführung möglich. „Im Praxisunterricht ist die Maske schon ganz schön anstrengend“ – so eine Studierende, die gerade eine Arbeitsunterweisung zum Thema Hefekleingebäck durchführte.

„Aber auch unter erschwerten Bedingungen konnten alle fachlichen Inhalte erfüllt und verschiedenste Prüfungen abgelegt werden. Der erreichte Notendurchschnitt von 1,96 kann sich sehen lassen!“ berichtete Semesterleiterin Gerlinde Simon.

Die beste Absolventin war Monika Lohr (Note 1,22 Niederbergkirchen) – fünf Absolventinnen belegten den 2. Platz mit jeweils einem Notendurchschnitt von 1,55: Elisabeth Hinterholzer/Münsing, Bernadette Deutschenbaur/Rosenheim, Anna Schlosser/Riedering, Edeltraud Keller/Tuntenhausen und Josefine Köstner/Pfaffing.

Große Leistung unter außergewöhnlichen Bedingungen

Dass sie von ihrer Studienzeit sehr angetan waren, zeigte der Rückblick der Semestersprecherinnen Elisabeth Hinterholzer und Josefa Betzinger und die anschließenden Sketche. „Sie werden als Corona-Jahrgang in die Geschichte eingehen und Sie dürfen stolz auf Ihre große Leistung unter außergewöhnlichen Bedingungen sein!“, so das Fazit des Schulleiters Rolf Oehler.