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Vermarktung

Wildfleisch: Sonderpreise kurbeln die Vermarktung an

Doris Pfaff
am Montag, 19.10.2020 - 08:30

Der Forstbetrieb Heigenbrücken verkauft Wildspezialitäten.

Wildbretaktion Heigenbrücken

Zahlreiche neue und „alte“ Kunden wurden jüngst von einer Wildbret-Aktion des Forstbetriebs Heigenbrücken angelockt. Am Verkaufsnachmittag servierte der Forstbetrieb auf seinem Gelände nicht nur Wildspezialitäten, darunter etwa Bratwurst frisch vom Grill, Griebenschmalzbrot oder Hirsch- und Rehschinken zum Probieren, sondern verkaufte auch frisches Fleisch von Wildschwein, Hirsch und Reh zu Sonderpreisen.

Seit dem offiziellen Startschuss für die Direktvermarktung in Heigenbrücken im Mai bei einem „Wilden Grillen“ (wir berichteten) sei der Absatz des heimischen Wildbrets aus dem Staatswald gut verlaufen und werde immer besser, betonte Forstbetriebsleiter Joachim Keßler.

Fleischabsatz läuft gut

Die Qualität des gesunden, natürlichen und unbelasteten Wildfleisches habe sich rumgesprochen, meinte Keßler, der es sich trotz Coronazeit nicht nehmen ließ, zusammen mit Fabian Lehrmann, Mitarbeiter vom Projektpartnerbertrieb Rudi Stenger (Wildkammer, Stenger-Regional, Neuhütten) für die Kundschaft Probier-Häppchen anzurichten.

Von der guten Ware sei er so überzeugt, dass er gar nicht erst probieren musste, sondern gleich kaufte, berichtet Henri Cardas, der eigens aus Aschaffenburg gekommen war, um Wildbret und andere regionale Spezialitäten einzukaufen. Zwei große Kühltaschen habe er mit besten Stücken gefüllt, nämlich mit Rücken und Keulen jeweils von Reh und Hirsch, außerdem Gulasch, Wildschweinbratwürste, Pressack und Leberwurst, so erzählt der 67-jährige Wildgenießer. Cardas weiter: „In der Qualität zeigt sich ein großer Unterschied, ob das Wild in freier Wildbahn geschossen oder in einem Gatter gehalten wird.“

Wildwochen im Herbst

Jetzt im Herbst gehe es mit den Wildwochen und der Direktvermarktung im Staatsforstbetrieb Heigenbrücken, der ein zusammenhängendes, mehr als 16 000 ha großes Waldgebiet entlang der hessischen Grenze zwischen Partenstein, Weibersbrunn, Bessenbach, Schöllkrippen und Wiesen umfasst, verstärkt weiter, kündigt Keßler an.
Konsumenten können donnerstags von 13 bis 17 Uhr im Heigenbrückener Forstgebäude in der Lindenallee 31 frisches, junges und hochwertiges Fleisch von Reh-, Rot- und Schwarzwild – küchenfertig portioniert und vakuumiert – kaufen. Die Preise für das küchenfertig zerlegte und vakuumierte Fleisch liegen bei 16 € (Gulasch) bis 42 € (Rehfilet). Wildbratwürste kosten pro Kilogramm 15 €. Außerhalb der Jagdzeit gibt es auch eingefrorene Wildteile zu kaufen.