Zweites Standbein

Urlaub auf FamilyFarm-Betrieben

FamilyFarm-Goldener Gockel
Fritz Arnold
am Dienstag, 15.09.2020 - 08:35

Drei Höfe mit dem „Goldenen Gockel“ ausgezeichnet

FamilyFarm - Kinder helfen bei der Stallarbeit

20 Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof und Landurlaub in Bayern haben sich unter dem Begriff „FamilyFarm“ zu einer Interessengemeinschaft zusammengetan, die speziell für Familien mit Kleinkindern ein besonderes Urlaubserlebnis bieten wollen. Drei der Betriebe davon sind nun mit dem „Goldenen Gockel“ ausgezeichnet worden.

Die Interessengemeinschaft „FamilyFarm“ ist begrenzt auf das Gebiet vom Steigerwald über das Romantische Franken bis zum Fränkischen Seenland.

Den „Goldenen Gockel“ erhalten Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof, die bei den Bewertungen durch ihre Kunden besonders gut abschneiden. Es sind dies Erwin Herrmann aus Herrieden, Simone Burmann aus Haundorf-Eichenberg sowie Anita und Egon Lehner aus Eichelburg bei Roth. Um die Auszeichnung durch den Landesverband für Urlaub auf dem Bauernhof und Landurlaub gebührend zu würdigen, traf man sich zu einer kleinen Feier in Burgoberbach.

Nach Corona-Einbruch steigt nun wieder Nachfrage

Erwin Herrmann, der auch Vorsitzender der FamilyFarm-Vereinigung ist, berichtete, dass nach einem Stillstand im Frühjahr infolge von Corona, jetzt wieder eine gute Nachfrage einsetzte. „In der Hauptsaison bräuchten wir dreimal mehr Betten“, berichte Herrmann, der Nebenerwerbslandwirt ist. Er hat zurzeit in seinen drei Ferienwohungen Familien aus dem Raum München und Ulm zu Gast. Die Kinder sind mit Spaß dabei, Kälber zu tränken und die großen Rinder füttern zu helfen, im Hühnerstall Eier einzusammeln oder mit ihrem Gastgeber mit dem Traktor aufs Feld zu fahren.

Carolin Kastner, die vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ansbach aus alle Betriebe mit Urlaub auf dem Bauernhof betreut, verwies in ihrer Ansprache auf ihren aus Afrika stammenden Lieblingsspruch „Wer schnell gehen will, gehe allein, wer weit gehen will, gehe zusammen mit anderen“. Diese Weisheit bewährte sich auch im Geschäft mit Urlaubsgästen, in dem der gegenseitige Erfahrungsaustausch helfe, ein Programmangebot für die Gäste zu gestalten, damit diese gerne kommen.

Geburt eines Kalbes als Höhepunkt

Dass oft gerne für das nächste Jahr wieder gebucht werde, veranlassten meist die Kinder, die begeistert seien, die Natur und den Umgang mit Tieren zu erleben. Ein Höhepunkt sei es dabei für Kinder, einmal die Geburt eines Kalbes miterleben zu können. Mit Begeisterung seien sie dabei, Futter und Einstreu zu den Kühen und Schafen mit altersgemäßen Schubkarren hinzufahren. Derweil sei es für deren Eltern ein ungewohntes Erlebnis, auch einmal in der Frühe um fünf Uhr vom krähenden Hahn „Friedolin“ geweckt zu werden.

Die Urlaubsbauernhöfe von Simmershofen und Westpühl im Norden bis Schnelldorf und dem Hesselberg sowie dem Fränkischen Seenland, die sich zum Schwerpunkt gesetzt haben, insbesondere für Familien mit Kleinkindern attraktiv zu sein, haben unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Angeboten. Diese reichen vom Miterleben des Brotbackens bis zum Ponyreiten. Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass fünf verschiedene Tierarten vorhanden sind. Beim Vorsitzenden Erwin Herrmann sind dies Kühe, Kälber, Schweine, Ziegen, Hasen und Katzen.