Kandidatur

Stefan Köhler will BBV-Präsident werden

BBV
Thumbnail
Redaktion Wochenblatt
am Freitag, 03.12.2021 - 12:45

Der Präsident des unterfränkischen Bauernverbandes hat angekündigt, Nachfolger von Walter Heidl werden zu wollen.

Würzburg Der Präsident des unterfränkischen Bauernverbandes Stefan Köhler hat seine Kandidatur bei der anstehenden Wahl zum Präsidenten des Bayerischen Bauverbandes im kommenden Jahr erklärt. Die Neuwahl wird nötig, weil der amtierende Bauernpräsident Walter Heidl nicht erneut antritt.

Der 54jährige Stefan Köhler ist verheiratet, hat zwei Kinder und bewirtschaftet mit seiner Familie einen Grünlandbetrieb mit Mutterkuhhaltung im Landkreis Aschaffenburg sowie mit vier Kollegen eine Betriebsgemeinschaft mit ökologischem und konventionellem Ackerbau. Seine Kandidatur erklärte er anlässlich der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes.
Nach dem Fachabitur absolvierte Köhler zunächst eine zweijährige landwirtschaftliche Ausbildung in einem Betrieb mit Ackerbau und Schweinehaltung in Unterfranken sowie auf einem Milchviehbetrieb in Oberbayern. Anschließend studierte  er  Landwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan mit dem Studienschwerpunkt Agrarökonomie. Nach mehreren Forschungsprojekten, die er als wissenschaftlicher Mitarbeiter begleitete, sammelte Köhler Erfahrungen als Mitarbeiter in der landwirtschaftlichen Verwaltung und als Berater in Wasserschutzgebieten. Ein einjähriges Auslandspraktikum in Canada weitete seinen Blick auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Seit 2002 vertritt das langjährige Bauernverbands-Mitglied Köhler die Interessen seiner Mitglieder zunächst als Kreisobmann im Landkreis Aschaffenburg, seit 2009 als stellvertretender Bezirkspräsident und seit 2017 als Bezirkspräsident von Unterfranken. Auf Landesebene ist Stefan Köhler in der Riege der Präsidenten  für die Bereiche Umwelt, Digitalisierung, Innovation und Jagd verantwortlich. In den Gremien des Deutschen Bauernverbandes vertritt er die Interessen Bayerns im Bereich Umwelt und zusammen mit Präsident Heidl zur Gemeinsamen Agrarpolitik.

Viele Kontakte geknüpft

Durch den großen Aufgabenbereich und sein langjähriges Engagement sei der Kandidat, wie es in einer Pressemitteilung des BBV Unterfranken heißt, nicht nur bayern- sondern auch bundesweit sehr gut vernetzt. Er pflegt seit Jahren intensive Kontakte zu anderen landwirtschaftlichen Organisationen aber auch zu Verbänden im Umwelt- und Ernährungsbereich. Dieses Netzwerk und seine vorhandenen Kontakte möchte er in die Verbandsarbeit und für die Mitglieder einbringen.

Ansporn und Anspruch zugleich ist für Stefan Köhler der aktuell laufende Strategieprozess mit einer Mitgliederumfrage des Verbandes,  der von Präsident Walter Heidl angestoßen wurden, heißt es in einer Mitteilung des BBV Unterfranken. Beide Vorhaben sind für ihn Grundlage dafür, den Verband zu modernisieren und noch besser zu strukturieren. Ferner will er die Jugend stärker und mit neuen digitalen Formaten einbinden, die Ergebnisse der Zukunftskommission (ZKL) in der Politik verankern und einfordern. So sollen die Landwirte wieder eine bessere wirtschaftliche Basis bekommen und zugleich den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht werden. Köhler meint: „Es ist alles besprochen, jetzt muss es umgesetzt werden. Dabei möchte ich mit ganzer Kraft, meiner Erfahrung und meinem Wissen mitwirken.“

Sprachrohr der Mitglieder sein

Der Bayerische Bauernverband muss aus Sicht von Köhler weiterhin „das Sprachrohr seiner Mitglieder und des ländlichen Raumes“ sein und wieder mehr von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Dies geht nur mit einem engagierten Team an Ehrenamtlichen, die landesweit intensiv zusammenarbeiten: „Ich setze mich für einen starken Bauernverband zum Wohle unserer Mitglieder ein. Ein Einzelkämpfer war ich noch nie. Gewonnen wird immer im Team und gemeinsam.“

Für die anstehenden Wahlen von der Orts- bis zur Landesebene wünscht sich Köhler deswegen, dass viele junge Menschen sich aktiv bei der Arbeit des Verbandes einbringen und sich für ein Mandat zur Verfügung stellen: „Nur durch eigene aktive Mitarbeit kann man gestalten und im Team auch dicke Bretter bohren. Das benötigt Zeit und Geduld, aber es hat schon oft funktioniert.“