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Verabschiedung

Starke Stimme für die Landfrauen

Von Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer (r.) erhielt die mittelfränkische Chorbeauftragte Christa Götz Blumen zum Abschied nach 25 Jahren.
Jürgen Leykamm
am Mittwoch, 16.11.2022 - 10:01

25 Jahre lang war Christa Götz die mittelfränkische Chorbeauftragte des BBV

Ramsberg/Lks. Weißenburg-Gunzenhausen „So ein Chortreffen auf dem Schiff kann ich mir ohne Christa Götz gar nicht vorstellen“ – mit diesen Worten hat Mittelfrankens Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer beim bezirksweiten Landfrauenchöretreffen auf dem Brombachseeschiff bedauert, dass die mittelfränkische Chorbeauftragte ihren Dirigentenstab abgegeben hat.

25 Jahre im Amt

Denn diese Veranstaltungen auf dem Trimaran sind einst auf Anregung der nunmehr 74-Jährigen ins Leben gerufen worden. 25 Jahre hat sie ihr Amt an der Spitze der Sängerinnen ausgeübt – und just zum Silberjubiläum den Entschluss gefasst, es nun wieder abzugeben. Ihre Nachfolge sei noch offen, wie Götz dem Wochenblatt auf Nachfrage erklärt.

Die Fußstapfen sind groß, hat die scheidende Beauftragte doch ihre Aufgabe „sehr gewissenhaft ausgeübt und mit Leben erfüllt“, so Reitelshöfer. So richtig los ging die Verbandskarriere von Götz im Jahre 1986, als die gebürtige Bad Windsheimerin zur Ortsbäuerin von Neustadt an der Aisch gewählt wurde. 1992 wurde sie Kreisbäuerin, im Jahr 1997 dann Chorbeauftragte. Als solche führt sie einige fundamentale Neuerungen ein. Zum Beispiel die jährlichen Sitzungen mit den Chorleiterinnen oder Stimmbildungsmaßnahmen.

Chöretreffen war ihre Idee

Die auch im Fränkischen Sängerbund aktive Chorbeauftragte hatte auch die Idee zum Abhalten der Chöretreffen auf dem Schiff. „Das war einfach eine super Idee“, lobt Reitelshöfer, nicht nur deswegen „werden wir Dich dort ab sofort arg vermissen!“ Es sei eine „herrliche Zeit“ gewesen, sagte Götz, die leider „viel zu schnell vorbeigegangen ist“. Allerdings müsse man eben auch wissen, wann Zeit zum Aufhören sei.

Ins öffentliche Rampenlicht ist Götz nicht nur als Chorbeauftragte getreten, sondern auch als Politikerin und engagierte Streiterin für Landfrauen und Bauernstand. Sie initiierte einst die Aktion gegen Gewalt in den Medien – über eine halbe Million Unterschriften stilecht in Kartoffelsäcken konnte sie der damaligen Familienministerin Angela Merkel in Berlin übergeben. Auch die Litauenhilfe rief Götz ins Leben. Ihr eigenes Fazit: „Ich habe nie lange gefragt – ich habe einfach gemacht!“.