Bilanz

Sorge um Zukunft der Landwirtschaft

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Stephan Herbert Fuchs
am Freitag, 19.11.2021 - 12:04

Trotz der Pandemie konnte der MR Münchberg steigende Zahlen verbuchen. Nach 15 Jahren an der Spitze kündigte der Vorsitzende seinen Rückzug an.

Dörnthal/Lks. Hof Gerade in Krisenzeiten zeigt sich die große Bedeutung bäuerlicher Selbsthilfeeinrichtungen. So konnte der Maschinen- und Betriebshilfsring Münchberg und Umgebung (MR) auch im Coronajahr 2020 steigende Zahlen verbuchen. „Wir werten das als Zeichen, dass man mit unserer Arbeit zufrieden ist“, sagte der Vorsitzende Siegfried Hüttner aus Mühldorf bei Schauenstein.

Löwenanteil: Maschinen

So konnte der Gesamtverrechnungswert trotz Corona um etwa zehn Prozent auf über 4,4 Mio. € gesteigert werden. Den Löwenanteil davon macht die Maschinenvermittlung mit knapp 3,1 Mio. € aus. Die Steigerung liegt hier sogar bei fast 13 %. Stärkste Bereiche waren die Segmente Futterbau und Strohernte, Düngung, Saat und Pflege sowie die Vermittlung von Schleppern und Transporten.

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Zweite Säule der Arbeit ist die Betriebshilfe, die mit über 310 000 € zu Buche schlug. Weit über 32 000 Stunden seien dabei geleistet worden. Mit 153 habe dabei die Zahl der wirtschaftlichen Einsätze über der Zahl der sozialen Einsätze (107) gelegen, so Geschäftsführer Patrick Heerdegen.

Auch wenn der Weg der Betriebshilfe steiniger wird, wie es Vorsitzender Hüttner ausdrückte, weil der Sozialversicherungsträger die Einsatzstunden immer stärker kürzt, so sei der Maschinenring trotzdem auf der Suche nach weiteren Betriebshelfern. Vor allem für nebenberufliche Kräfte sei das bei einem Stundenlohn von 19,50 € interessant, so Geschäftsführer Heerdegen.

Weitere Tätigkeitsfelder des MR waren die Beratungsleistungen, vor allem zur Düngeverordnung, die Futtervermittlung und die Dieselsammelbestellung. Der MR Münchberg hat gut 900 Mitglieder, die zusammen eine Fläche von über 42.000 ha bewirtschaften.

Den Betrieb aufgegeben

Nach 15 Jahren an der Spitze kündigte der Vorsitzende seinen Rückzug an. Die Nachfolge sei noch offen. Hüttner selbst hatte seinen Betrieb im zurückliegenden Jahr aufgegeben.

Für das zusammen mit dem Nachbarring in Wunsiedel gemeinsame Tochterunternehmen Maschinenring Hochfranken GmbH ist seit Januar Daniel Seuß aus Förstenreuth bei Stammbach als Geschäftsführer tätig. Die MR Hochfranken GmbH ist hauptsächlich in der Grünflächen-, Gehölz- und Stromtrassenpflege sowie im Winterdienst tätig und erzielte in 2020 einen Umsatz von rund 1,7 Mio. €.

Neu im Team des MR Münchberg ist der 23-jährige Markus Müller aus Schwärzhof. Der Absolvent der Staatlichen Technikerschule in Triesdorf verstärkt das Team künftig als Organisationskraft. Als Betriebshelferin mit den meisten Einsatzstunden haben der Vorsitzende und sein Geschäftsführer Brigitte Stange aus Schwarzenbach an der Saale mit einem Präsent ausgezeichnet.