Landfrauen

Die Region positiv gestalten

Ländlicher Raum
Stephan Herbert Fuchs
am Donnerstag, 30.01.2020 - 07:35

Pegnitzer Landfrauentag: Europaabgeordnete Marlene Mortler forderte auf, der Schieflage gegenzusteuern.

Pegnitz/Lks. Bayreuth - Die immer schwerer werdende Erzeugung von Lebensmitteln hat Kreisbäuerin Angelika Seyferth beim Pegnitzer Landfrauentag im ASV-Sportheim angeprangert. "Es wird immer schwieriger wirtschaftlich zu arbeiten“, sagte Seyferth. Schuld daran seien zahlreiche Auflagen. „Wir brauchen wieder Rahmenbedingungen, die auch umsetzbar sind“, appellierte sie an die Politik. An den Verbraucher gerichtet, forderte sie, regionale Lebensmittel zu bevorzugen. Der Verbraucher bestimme die Nachfrage, die Discounter richteten sich danach.

Hauptrednerin des Landfrauentages war die Europaabgeordnete und frühere Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler aus dem Nürnberger Land. Sie zählte auf, was in unserem Land alles in Schieflage geraten sei und forderte gegenzusteuern. Jeder einzelne könne seinen Beitrag leisten und die Region positiv gestalten, sagte Mortler und griff damit auch gleich das Jahresthema der Landfrauenarbeit im Bauernverband „Die Region gestalten“ auf. Dazu gehöre es beispielsweise, die heimischen Einzelhändler, Bäcker und Metzgereien zu unterstützen anstatt im Internet bei Amazon oder Doc Morris zu bestellen. Man müsse sich stets vor Augen halten, was eine Kaufentscheidung für meine Region bedeutet.

Gegen Intoleranz und die Radikalisierung der Gesellschaft machte sich die Bundestagsabgeordnete Silke Launert stark. Das sogenannte „Oma-Lied“ bezeichnete Launert als absolute Dreistigkeit. Ausgerechnet die Generation werde beschimpft, die mit ganz wenig Dingen zurechtgekommen ist. Niemand anderes stehe so für Nachhaltigkeit wie die Landfrauen, da gebe es nichts, was nicht noch wiederverwertet werde.