Schulung

Online zur Assistentin im Agrarbüro

ABFF-NES_LF
Regina Vossenkaul
am Montag, 08.02.2021 - 10:47

Der BBV-Kreisverband Rhön-Grabfeld betrat mit einem Online-Kurs Neuland. Themen rund um die Organisation des Alltags in einem Agrarbüro wurden behandelt.

Die Landfrauen im Landkreis Rhön-Grabfeld haben in diesem Januar die Ausrichtung der Qualifizierungsmaßnahme „Assistenz im Agrarbüro“ übernommen. Der BBV-Kreisverband führte die Maßnahme als Onlineangebot durch und betrat damit Neuland. Fünf Tage Zeit investierten die Teilnehmer um das umfangreiche und interessante Programm zu absolvieren.

Themen rund um die Organisation des Alltags in einem Agrarbüro wurden behandelt, 13 Teilnehmer, auch aus den benachbarten Landkreisen waren dabei. Nach einer Begrüßung durch Kreisbäuerin Margit Ziegler ging es zunächst um die allgemeine Büroorganisation mit Referentin Martina Voss. Am Nachmittag gab Alexander Müller vom BBV Service einen Überblick über den Versicherungsbedarf für Familie und Betrieb.

Von der Büroorganisation bis hin zur Agrarpolitik

Am zweiten Tag ging es weiter mit Informationen über maßgebende Verträge in der Landwirtschaft. Rechtsanwalt Volker Pfeifer erklärte die Besonderheiten der Kauf-, Pacht-, Miet-, Kooperations- und Gesellschafterverträge. Später ging es um Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der Landwirtschaft sowie das Erbrecht. Im Konfliktfall bietet sich ein Mediator an, der über die BBV-Geschäftsstellen oder über die Hauptgeschäftsstelle vermittelt wird.

Der dritte Tag gehörte ganz dem Steuerrecht, darüber referierte Bernhard Schmitt, Steuerberater von der BBV-Buchstelle, am vierten Tag ging es mit Fachberater Andreas Weigand um die Agrardieselsteuerrückvergütung, die Sachkunde im Pflanzenschutz, die geltende Düngeverordnung und vieles mehr. Über die aktuelle EU-Agrarpolitik berichtete Bezirksgeschäftsführer Eugen Köhler.

Was muss bei einer „Vor-Ort-Kontrolle“ beachtet werden, welche Unterlagen müssen auf dem aktuellen Stand sein? Darüber sprach Paul Hutten vom Prüfdienst Kitzingen am letzten Tag, bevor er von Stefan Fella vom AELF Bad Neustadt abgelöst wurde, der über die Förderanträge und Wichtiges im Zusammenhang mit der Antragstellung informierte. Das letzte Referat hielt Kreisbäuerin Ziegler, die über die Arbeit der Landfrauen im BBV berichtete und das BBV-Bildungswerk vorstellte.

Eigentlich sollte nun die Zertifikatsübergabe durch Margit Ziegler und den BBV-Kreisgeschäftsführer Michael Diestel erfolgen, was natürlich nicht möglich war, die Teilnehmer erhalten die Papiere per Post.

Hybridveranstaltung als mögliche Zukunftsvision

„Lehrreich und gut“ fanden die Teilnehmer den Kurs. „Eine gute Mischung zwischen Infos und Vortrag“ nannte es einer der Befragten, „anstrengend“ ein anderer. Dass es schwierig war, Zwischenfragen zu stellen und während der Pausen keine Kontakte untereinander geknüpft werden konnten, wurde bedauert. Aber: „Besser online als absagen“, war die allgemeine Meinung. Margit Ziegler hat sich vorgenommen, in Zukunft vielleicht mehr „Hybrid-Veranstaltungen“ abzuhalten, also Referenten mit langem Anfahrtsweg online dazuzuschalten. Das würde Zeit sparen und wäre gut für die Umwelt.