Strukturen

Vom Nutzen der Kernwege

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Regina Vossenkaul
am Donnerstag, 07.01.2021 - 08:03

Erster Weg in Großbardorf offiziell für den Verkehr freigegeben.

Die Einweihung eines neuen Kernwegs in aller Stille, noch dazu des ersten Kernwegs im ganzen Landkreis außerhalb einer Flurneuordnung, hat Bürgermeister Josef Demar noch nie erlebt. Er versprach aber eine richtige Feier für die Öffentlichkeit in Großbardorf im Landkreis Rhön-Grabfeld nachzuholen, wenn die Corona-Pandemie vorbei ist.

Jetzt mit bis zu 40 t befahrbar

Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) durfte coronabedingt nicht teilnehmen, dabei hatte es durch seinen Zuschuss in Höhe von 75 %, gedeckelt auf 487 000 €, das Projekt erst ermöglicht, daran erinnerte Demar. Die förderfähigen Kosten lagen bei 650 000 €.

Sein Dank galt auch der Jagdgenossenschaft, vertreten durch Manfred Dietz, die 30 000 € dazugegeben hatte, ebenso den Grundeigentümern, die hier in der Summe fast einen Hektar Land verkauft haben, damit der Kernweg gebaut werden konnte. 

In zehn Monaten wurde der wichtige Verbindungsweg inklusive eines Brückenbauwerks fertiggestellt und ist jetzt mit Fahrzeugen bis 40 t befahrbar.

Der Weg ist 970 m lang und in einer Breite von 3,50 m asphaltiert. An beiden Seiten befindet sich ein 0,75 m breiter, geschotterter und befestigter Seitenstreifen. Fast parallel lief die Hochwasserfreilegung, die aber ein eigenes Projekt ist. So kann man im Falle eines plötzlichen Starkregens das Wasser schnell aus dem Dorf herausbringen.

Die Bauern aus der Umgebung danken

Die Kernwege sind für die Landwirtschaft gedacht, deren Maschinen heute breiter sind als früher, aber auch für Spaziergänger und Fahrradfahrer seien sie ideal, sagte Kreisobmann Matthias Klöffel.

Die guten Nachrichten für die Landwirtschaft seien rar geworden, aber die Fertigstellung des ersten Kernwegestücks sei erfreulich für alle Landwirte. Von den Kernwegen profitierten viele, denn es fahren immer weniger landwirtschaftliche Fahrzeuge durch den Innenort, so Klöffel. „Die Bauern aus der Umgebung danken.“

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