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Ländlicher Raum

Mitmachen und die Region gestalten

Ansbach
Fritz Arnold
am Mittwoch, 29.01.2020 - 07:37

Beim Ansbacher Landfrauentag referiert Ex-Landtagspräsidentin Barbara Stamm und lobt die Gestaltungskraft der Landfrauen.

Ansbach - Auch wenn sich die Bauern derzeit stark angegriffen fühlen, sollten sie mit „jetzt erst recht“ reagieren. Barbara Stamm, die ehemalige Landtagspräsidentin, rief am Landfrauentag im vollbesetzten Onoldiasaal die Frauen dazu auf, Mut zu zeigen und auch bei den Kommunalwahlen sich den Herausforderungen der Zeit stellen.

Schon in der Einleitung forderte die Kreis- und Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer dazu auf, mitzumachen unter dem Motto „die Region gestalten“. Reitelshöfer erinnerte daran, dass die bäuerlichen Familien schon immer die Nachhaltigkeit gelebt hätten, als andere diesen Ausdruck noch nicht gebrauchten.

Von den Landfrauen geht Gestaltungkraft aus

Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm erklärte in ihrer Rede, dass sie bei Landfrauenveranstaltungen spüre, welche Gestaltungskraft von den Bäuerinnen ausgehe. Dass heute der Begriff Heimat öfter verwendet werde, liege daran, dass sich heute vieles schneller verändere. „Wir haben aber auch erlebt, dass es der Markt allein nicht schafft, die Probleme zu bewältigen, die sich auftun, um gleichwertige Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu schaffen – von der medizinischen Versorgung bis zum öffentlichen Nahverkehr und dem schnellen Internet.“

Längst geht es nach ihren Worten nicht mehr darum, was machbar, sondern auch was ethisch vertretbar sei. „Eine warme Hand kann man durch einen noch so gut eingestellten Pflegecomputer nicht ersetzen“, sagte die Politikerin aus Würzburg. Als äußerst wichtig bezeichnete sie, dass Kinder und Jugendliche Liebe erfahren, wie aus allen Nähten platzende psychosoziale Einrichtungen zeigen.