Problematik

Mehrere Wolfssichtungen in Unterfranken

Wolf-Imago
BLW
am Freitag, 30.04.2021 - 14:40

An einer Autobahnbaustelle ließ sich ein Wolf aus nächster Nähe beobachten. Doch das blieb nicht die einzige Sichtung.

Abtswind, Mönchsondheim/Lks. Kitzingen, Friesenhausen/Lks. Hassberge Mehrere Wolfssichtungen wurden vergangene Woche in Unterfranken gemeldet. Ob es sich um einen Wolf oder mehrere Tiere handelte, ist noch unklar. In einem Fall im Landkreis Hassberge kam das gesichtete Tier bis zu 30 m an ein Auto heran. Bereits im Februar hatten zwei Hundebesitzer zwei Wölfe in der Gemeinde Massbach gesehen. Auch vom Untermain wurden Wolfssichtungen gemeldet.

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In Abtswind an einer Autobahnbaustelle ließ sich das Tier nun aus nächster Nähe beobachten. Pascal Hümmer wollte gerade mit seinem Traktor und einem Anhänger ausgebaggertes Erdreich wegfahren, als ihm ein Tier auffiel, das „grau, groß und ausgehungert“ aussah. Wie die Würzburger Mainpost berichtet, habe ihm ein Jäger später gesagt, dass Wölfe immer „ausgehungert“ aussehen.

Die Chefredakteure der drei großen Agrarmedien agrarheute, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt sowie LAND & FORST zeigen die Problematik rund um den Wolf in einem Video auf. Hier sehen Sie das Video:

 

Nach einer Hochrechnung des Deutschen Bauernverbandes wird der Wolfsbestand in diesem Jahr auf ein Niveau von 1.600 bis 2.300 Wölfen anwachsen. Der immer geforderte Erhaltungszustand des Wolfes ist nach Auffassung des Deutschen Bauernverbands (DBV) längst erreicht.

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