Rückblick

Maschinenring Ansbach feiert Erfolge

Maschinenring-Ansbach_LF
Fritz Arnold
am Dienstag, 20.04.2021 - 07:58

Der Maschinenring ist längst zu einer umfassenden Dienstleistungsorganisation geworden. Viele Erfolge konnten vermeldet werden.

Ansbach Der Maschinen- und Betriebshilfsring Landkreis Ansbach ist stolz auf seine Erfolge. Allerdings kann er wegen der Pandemie sein 50-jähriges Bestehen nicht wie geplant feiern und die fällige Jahresversammlung konnte nur als Onlineveranstaltung abgehalten werden.

Jürgen Hahn, der seit zwei Jahren an der Spitze des größten Maschinenrings in Bayern steht, konnte eine positive Bilanz ziehen. Neben den Kernaufgaben, über die Maschinenvermittlung kostengünstig den Einsatz modernster Landtechnik zu ermöglichen und über die Betriebshilfe Bauernfamilien bei Unglücksfällen und Krankheiten beizuspringen, ist aus dem Maschinenring längst eine umfangreiche Dienstleistungsorganisation geworden.

BH-Superhelden stehen dieses Mal im Mittelpunkt

In besonderer Weise wurde diesmal das Hauptstandbein Betriebshilfe in den Mittelpunkt der Jahresversammlung gestellt. 33 hauptberufliche und 30 nebenberufliche Helferinnen und Helfer sind vor Ort, wenn Not am Mann oder an der Frau ist. Zwei dieser „BH-Superhelden“ wurden dieses Jahr für jahrzehntelange und vorbildliche Einsätze geehrt: Ruth Wilhelm (Dürrwangen) und Ernst Ebert (Ehingen). In der Betriebshilfe bietet der Maschinenring nicht nur eine Festanstellung, sondern auch zeitweise Tätigkeiten zwischen Ausbildungsphasen. Dies ermöglicht nicht nur Zuverdienste, sondern auch Erfahrungen zu sammeln.
„Die Marke Maschinenring wird immer bekannter“, stellte Jürgen Hahn fest. Über das Tochterunternehmen als GmbH wird der Ring zu Partnern von Kommunen, Firmen und Privatpersonen, wenn es um den Winterdienst, die Gartengestaltung, Problembaumfällungen, Dachsanierungen oder den schlüsselfertigen Bau von Hallen mit PV-Anlagen geht. Dafür sind Fachkräfte unter anderem als Zimmerer, Forstwirt und Baumkletterer angestellt. Auch die Unterstützung der Mitglieder bei der Bewältigung der zunehmenden Agrarbürokratie wird immer wichtiger. Mit der vorhandenen Mannschaft war es dann auch möglich, das neue Domizil im Gewerbegebiet bei Elpersdorf schnell zu erstellen. Der Vorsitzende ist stolz darauf, dass der Umzug aus gemieteten Räumen beim Rinderzuchtverband in den Neubau ohne Beitragserhöhung möglich wurde.
Beim Maschinenring e.V. mit einem Umsatz von 6,6 Mio. € nahm letztes Jahr wieder der Bereich Futterbau mit 2,1 Mio. € den größten Anteil ein. Dünge- und Pflegearbeiten summierten sich auf 1,3 Mio. €.
Die GmbH des Maschinenrings konnte ihren Umsatz um fast 1 Mio. € auf 9,4 Mio. € steigern. Wie aus der Auflistung von Geschäftsführer Rainer Müller hervorging, wurden für 2,7 Mio. € Hallen gebaut. Dacharbeiten nahmen mit 1,6 Mio. € den zweiten Platz ein. Die Garten- und Landschaftspflegeaufträge summierten sich auf 1,1 Mio. € sowie der Garten- und Landschaftsbau auf 1,0 Mio. €. Gefragt ist laut Rainer Müller das Angebot zur Bekämpfung von Prozessionsspinnern, das bereits an mehr als 1000 Bäumen erfolgte. Auch die Entfernung von Baumstümpfen werde zunehmend nachgefragt.
Weil die für Juni vorgesehene 50-Jahr-Feier nicht stattfinden kann, wird der Ring verschiedene Einzelaktionen anbieten. Planungen für Fahrten nach Nordfriesland im Juni sowie eine Flugreise nach Sizilien sind im Oktober geplant, um dort zu besichtigen, wie Agrarproduktion bei großer Trockenheit erfolgen kann.

Umzug: Ein Vorbild für den Berliner Flughafen

Zum 50-jährigen Bestehen und zum guten Jahresabschluss gratulierten in Grußworten Erwin Ballis vom Bundesverband der Maschinenringe, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner. Dr. Ludwig zeigte sich beeindruckt von der Leistungsbilanz und vom neuen Betriebsgebäude als gute Grundlage für die Zukunft.
Oberbürgermeister Deffner freute sich, mit dem Maschinenring einen so starken Partner in der Region zu haben. Der reibungslose Umzug im Februar an die Stadtgrenze zeige, was Frauen und Männer aus der Landwirtschaft leisten könnten. Deutschland hätte froh sein können, wenn der Umzug des Flughafens in Berlin so gelaufen wäre, meinte der Oberbürgermeister augenzwinkernd.